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InkohlungZoomA-Z

Fachgebiet - Geochemie

Bezeichnung für den chemisch noch nicht vollständig geklärten, natürlichen Prozess der Kohle-Entstehung.

Die Inkohlung, d.h. die Umwandlung von abgestorbenem Pflanzenmaterial in Kohle, vollzieht sich innerhalb von Jahrmillionen über die Stufen Torf, Braunkohle, Steinkohle, Anthrazit bis zum Graphit. Dabei verringert sich der Anteil an Wasser und anderen flüchtigen Bestandteilen (z.B. Kohlendioxid, CO2, Methan, CH4) ständig, so dass der relative Anteil an Kohlenstoff zunimmt und im natürlichen Graphit dann nahezu 100 % erreicht.

Für den Prozess der Inkohlung sind zwei Phasen charakteristisch:
In der biochemischen Phase erfolgt unmittelbar nach dem Absterben der Pflanze unter der Einwirkung von Pilzen und anaeroben Bakterien die Umwandlung von Cellulose und Lignin in Huminstoffe (Vertorfung). Danach gewinnen zunehmend geochemische Faktoren (höherer Druck, höhere Temperatur) an Bedeutung und die weitere Inkohlung setzt sich abiotisch fort (geochemische Phase). Der Wassergehalt sinkt von ca. 75 % beim Übergang von Torf zu Braunkohle bis auf etwa 10 % an der Grenze von Braunkohle zu Steinkohle.

Fachgebiet - Technische Chemie

Der Inkohlungsprozess lässt sich künstlich durch das Erhitzen von Biomasse in Druckbehältern nachahmen und verläuft dort innerhalb weniger Stunden (technische Inkohlung, hydrothermale Carbonisierung).