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ImpfungZoomA-Z

Fachgebiet - Immunologie, Medizin

Präventivmedizinischer Vorgang, Menschen (oder Tiere) gegen einen Infektionserreger zu immunisieren, in dem sie per intramuskulärer Injektion, oral, neuerdings z.T. auch nasal mit einer Form des infektiösen Mikroorganismus (Vakzine) behandelt werden, die keine schwere Erkrankung hervorruft, aber dennoch die Bildung körpereigener schützender Antikörper auslöst. Eine solche aktive Impfung garantiert in der Regel einen Impfschutz über mehrere Jahre. Seltener angewandt wird die passive Impfung, bei der ein Serum mit fremden Antikörpern gegen den jeweiligen Erreger eingesetzt wird. Diese Antikörper stammen von Menschen oder Tieren, die ihrerseits aktiv geimpft wurden und die entsprechenden Antikörper gebildet haben. Sie werden meist dann verabreicht, wenn sich der Organismus bereits mit dem Erreger infiziert hat und/oder für eine aktive Immunisierung nicht mehr genügend Zeit bleibt. Die fremden Antikörper sind sofort wirksam, sie werden vom Körper jedoch abgebaut, so dass der Impfschutz nach einer passiven Impfung nur kurze Zeit anhält (z.B. Hepatitis).

Ziel einer Simultanimpfung ist es, einen schnell einsetzenden Sofortschutz durch eine passive und eine lang anhaltende Dauerimmunität durch eine aktive Impfung zu erreichen (z.B. Tollwut, Tetanus).

Der Impfvorgang wird auch Vakzination genannt, abgeleitet von der ersten jemals durchgeführten Impfung (1796), bei der das Vacciniavirus (Kuhpockenvirus) benutzt wurde, um eine Immunität gegen Pocken herzustellen.

Impfungen sind der wirkungsvollste Schutz gegen die meisten Krankheiten, die durch Viren und ähnliche Organismen verursacht werden, da viele Antibiotika gegen solche Organismen nicht wirken.

In den westlichen Industrieländern werden Schutzimpfungen routinemäßig vor allem bei Kindern in den ersten Lebensmonaten bzw. -jahren durchgeführt, um sie gegen Diphtherie, Tetanus, Poliomyelitis, Hepatitis, Masern, Mumps, Röteln und Keuchhusten immun zu machen.

Siehe auch: Impfstoff

Fachgebiet - Mikrobiologie

Übertragung lebender Mikroorganismen auf einen Nährboden oder in ein Nährmedium.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

4.1 - 4.5 - Grippe (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Influenza. Sie enthält sowohl allgemeine Informationen zum Thema Grippe wie auch detaillerte Beschreibungen des Aufbaus von Influenza-Viren und deren Lebenszyklus. Außerdem wird die Struktur eines der beiden Influenza-Oberflächenantigene, das Protein Neuraminidase und dessen aktives Zentrum, ausführlich behandelt. Den Abschluss bildet die Erläuterung der Entwicklung eines antiviralen Grippemedikamentes, Zanamivir, das als Inhibitor der Neuraminidase den Lebenszyklus des Influenza-Virus empfindlich stört.

4.1 - Grippe - Immunologie und HistorieLevel 160 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Grippeerkrankung. Nach einer einführenden Beschreibung der Symptome der Virusgrippe in Abgrenzung vom grippalen Effekt folgt eine vereinfachte Erläuterung der Reaktionen des Immunsystems auf eine Infektion mit Influenza-Viren sowie der Identifizierung und Produktion von Impfstoffen. Im Anschluss werden die besonderen Virulenzmechanismen der Influenza-Viren und die Historie der Grippe-Epidemien und -Pandemien beschrieben. Zum Abschluss wird auf die unterschiedlichen Methoden der Vorbeugung und Behandlung der Influenza eingegangen.