zum Directory-modus

Immunreaktion, unspezifischeZoomA-Z

Fachgebiet - Immunologie

Die unspezifische Immunreaktion, auch angeborene Immunreaktion genannt, ist ein evolutionsbiologisch sehr alter Teil des Immunsystems. Sie besteht zum einen aus der rein physiologischen Barriere der äußeren Zellschichten. Zusammen mit einem schwach sauren pH-Wert verhindert die Haut das Eindringen von Erregern in den Körper. Dringen Keime jedoch z.B. über verletzte Hautstellen oder trockene Schleimhäute in den Körper ein, werden sie von Immunzellen (neutrophilen Granulocyten, Makrophagen, natürlichen Killerzellen) und Immunproteinen im Blut, dem Komplementsystem, angegriffen. Von den Immunzellen ausgeschüttete Botenstoffe, die Cytokine, sorgen für eine zusätzliche Alarmierung des Immunsystems.

Im Gegensatz zu den hoch spezialisierten B- und T-Lymphocyten erkennt die unspezifische Abwehr eher allgemein typische Erkennungsmerkmale der Erreger, die sich über Jahrmillionen nicht verändert haben. Auch das generelle Fehlen eines MHC, des individuellen Ausweises von Körperzellen, aktiviert die unspezifische Abwehr. Die Erreger werden dann entweder von den Proteinen des Komplementsystems oder den natürliche Killerzellen direkt getötet oder als fremd markiert und von den Makrophagen einverleibt und verdaut.

Siehe auch: Immunantwort , spezifische Immunreaktion