zum Directory-modus

ImmunodiffusionZoomA-Z

Fachgebiet - Immunologie, Analytische Biochemie

Die Immunodiffusion ist ein qualitativer oder halb-quantitativer Immunoassay, bei dem Antigene in einer Lösung durch Präzipitation mit einem spezifischen Antikörper identifiziert werden. Bei diesem Verfahren wird der Antikörper in der Regel in ein Agarose-Gel eingegossen und mit der Antigen-Lösung überschichtet (Oudin-Test). Alterantiv kann die Antigen-haltige Lösung in Löcher pipettiert werden, die in dieses Gel gestanzt wurden, und sich über Diffusionsvorgänge radial in das umgebende Agarose-Gel ausbreiten. Da, wo Antigen und Antikörper Komplexe bilden und ausfallen (Äquivanlenzbereich), verändert sich die Farbe des Gels und Präzipitationslinien werden sichtbar. Der Durchmesser dieser Kreise lässt im Vergleich mit einer parallel erstellen Eichkurve Rückschlüsse auf die Konzentration des Antigens zu. Eine Variante dieses radialen Immunodiffusionstests nach Mancini ist die Doppeldiffusion nach Ouchterlony.

Im Ouchterlony-Assay lassen sich unterschiedliche Antikörper-Populationen in einem Serum nachweisen und der Verwandtschaftsgrad verschiedener Antigene bestimmen. In der Praxis werden hier Antigen und Antikörper in verschiedene Löcher eines Agarose-Gels pipettiert und diffundieren aufeinander zu. Anhand der unterschiedlich geformten Präzipitationslinien lässt sich ablesen, ob ein Antikörper verschiedene Antigene erkennt.

Siehe auch: Immunoassay

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Immunologische VerfahrenLevel 240 min.

BiochemieArbeitsmethodenBiotechnische Verfahren

In der Proteinanalytik werden routinemäßig auch immunologische Verfahren eingesetzt, die hier kurz vorgestellt werden.