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Hydroxy-citronensäureZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Abb.1
(2S,3R)-Hydroxy-citronensäure

Hydroxy-citronensäure (engl. hydroxycitric acid, HCA; 1,2-Dihydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure) wurde in verschiedenen tropischen Pflanzen nachgewiesen, z.B. in den citrusähnlichen Früchten der südostasiatischen Garcinia cambogia (Malabar-Tamarinde) sowie Hibiscus subdariffa, einer Hibiskus-Art. Das Diastereomer (2S,3R)-HCA hemmt in vitro die α-Amylase der Bauchspeicheldrüse und die α-Glucosidase und damit den Kohlenhydrat-Metabolismus inklusive der nachgeschalteten Liponeogenese (Umwandlung von Kohlenhydraten in körpereigenes Fett). Es wird auch über eine Hemmung der ATP-abhängigen Citrat-Lyase (EC 4.1.3.6) berichtet. Die Citrat-Lyase katalysiert die Spaltung von Citrat in Oxalacetat und Acetyl-Coenzym A (AcCoA) im so genannten Citrat-Malat-Pyruvat-Cyclus. AcCoA ist als zentrale Stoffwechseldrehscheibe auch die Ausgangssubstanz für die Biosynthese von Fetten.

Aufgrund dieser Laborbeobachtungen werden Garcinia cambogia-Extrakte und HCA als diätunterstützendes Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Aufgrund der strukturtellen Ähnlichkeit mit der Stammverbindung Citronensäure ist es wahrscheinlich, das HCA in erhöhten Dosierungen ebenfalls als Chelatbildner fungiert und somit die Resorption essentieller Mineralstoffe und Spurenelemente stört.