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House-keeping genesZoomA-Z

Fachgebiet - Genetik

Unter house-keeping genes (Haushaltsgene) versteht man Gene, deren Produkte für den Zellerhalt grundsätzlich notwendig sind. Dazu gehören z.B. die Enzyme des Energiestoffwechsels und die meisten Strukturproteine. Da diese Genprodukte ständig in gleich bleibender Menge bereitgestellt werden müssen, werden die entsprechenden Gene weitgehend unabhängig von anderen Einflüssen auf relativ konstantem Niveau transkribiert. Man spricht in diesen Fällen auch von konstitutiver Genexpression.

Von den etwa 80.000 Genen des Mausgenoms sind etwa 9.000 Haushaltsgene. Beispiele sind die Gene für die Enzyme Hexokinase und Aldolase, die an Umsetzungen innerhalb der Glycolyse beteiligt sind, und das Strukturprotein Actin. Im Gegensatz zu diesen house-keeping genes werden viele andere Gene nur unter bestimmten Bedingungen, etwa in Abhängigkeit des Nährstoffangebotes oder anderer Umweltbedingungen transkribiert. Die Genexpression dieser Gene wird nicht durch Induktion/Repression kontrolliert sondern durch Signale induziert (im Gegensatz zu so genannten adaptiven Genen).