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Holoedrie und MeroedrieZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

Innerhalb eines Kristallsystems hat die allgemeine Form der höchststymmetrischen Kristallklasse (Holoedrie) die höchste Flächenzahl und wird Holoeder ("Vollflächner", von ολοζ = ganz) genannt. Die Kristallklassen des gleichen Kristallsystems mit geringerer Symmetrie - verbunden mit verminderter Flächenanzahl der allgemeinen Formen - werden als Meroedrien bezeichnet, die entsprechenden Kristallformen heißen Meroeder ("Teilflächner", von μεροζ = Teil).

Die Meroedrien eines Kristallsystems bilden allgemeine Formen mit der Hälfte oder einem Viertel der Flächen des Holoeders, die als Hemieder ("Halbflächner", von ημι = halb) bzw. Tetartoeder ("Viertelflächner", von τεταρτοζ = viertel) bezeichnet werden. Die Kristallklassen heißen Hemiedrien und Tetartoedrien des Systems.