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HistoneZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Genetik

Histone sind stark basische Proteine, die im Zellkern Komplexe mit der DNA ausbilden und damit zur Ausbildung der typischen Chromosomenstruktur beitragen. Man unterscheidet fünf Typen von Histon-Proteinen: H1, H2a, H2b, H3 und H4. Jeweils zwei Moleküle der Typen H2a, H2b, H3 und H4 lagern sich zu einem oktameren Komplex zusammen, um den sich der DNA-Strang auf einer Länge von etwa 150 Nucleotiden herum windet. Diese Struktur ist der so genannte Kernkörper (englisch "core particle") des Nucleosoms. Das Histon H1 bindet an die in ihrer Länge variablen DNA-Abschnitte zwischen zwei Kernbereichen. Bildlich kann man sich die vorliegende Struktur wie eine Perlenkette vorstellen.

Die Sequenz der Histone ist sehr stark konserviert, d.h. sie hat sich im Verlauf der Evolution nur äußerst geringfügig verändert. So unterscheiden sich die Aminosäure-Sequenzen des Histons H3 von Mensch und Erbse nur in zwei der 135 Positionen. Diese extreme Konservierung wird dadurch verursacht, dass fast alle Positionen für die Struktur des Protein-Komplexes und die Wechselwirkung mit den Nucleotiden des DNA-Stranges wichtig sind und Veränderungen daher einer starken negativen Selektion unterliegen.