zum Directory-modus

Werner Karl HeisenbergZoomA-Z

Biographie

Geboren
05. Dezember 1901 in Würzburg
Gestorben
01. Februar 1976 in München

Werner Karl Heisenberg, Physiker, ist der Sohn des Universitätsprofessors und Byzantinisten August Heisenberg.

Heisenberg studiert zuerst in München Physik, später in Göttingen, wo er 1924 auch habilitiert. Er arbeitet an der Universität in Kopenhagen bei Niels Bohr und begründet zusammen mit den Wissenschaftlern Max Born und Pascual Jordan die Quantenmechanik. 1972 publiziert er eine Arbeit "Über den anschaulichen Inhalt der quantentheoretischen Kinematik und Mechanik" die besagt, dass es physikalisch unmöglich ist, Ort und Impuls z.B. eines Elektrons für den gleichen Zeitpunkt mit absoluter Genauigkeit zu bestimmen und ein Jahr später das Buch "Die physikalischen Prinzipien der Quantentheorie". Während er zwischen 1927 und 1941 als Professor an der Universität und als Leiter des Theoretisch-Physikalischen Institutes in Leipzig arbeitet, wird ihm 1933 nachträglich der Nobelpreis für Physik zuerkannt für seine Arbeiten zur Quantenmechanik.

Von 1941 bis 1945 ist er Direktor des Kaiser-Wilhelm-Institutes, dem späteren Max-Planck-Institut in Berlin und Professor an der Universität Berlin.

Zu Kriegsende wird Heisenberg zusammen mit anderen Atomforschern in England interniert, später wird er Professor und Leiter des Max-Planck-Institutes für Physik in Göttingen. Dort widmet er sich der bei Atomspaltungen im Weltall entstehenden kosmischen Strahlung. Später arbeitet Heisenberg außerdem als Gastdozent in Cambridge, in den USA und in Schottland und als Professor an der Universität und des Max-Planck-Instituts in München.

1958 unterzeichnet er "Das Göttinger Manifest der 18 Atomwissenschaftler vom 12. April 1957" in dem sie sich für den Verzicht der Bundesrepublik Deutschland auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art aussprechen, um den Weltfrieden zu fördern und zu schützen. Sie erklären ausdrücklich, sich weder an der Herstellung, der Erprobung oder dem Einsatz solcher Waffen zu beteiligen.

Im selben Jahr hält Heisenberg in Göttingen einen Vortrag über seine "Einheitliche Theorie der Elementarteilchen", die als "Weltformel" bekannt wird.

1964 wird er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Chronologie

1901Geboren am 05. Dezember in Würzburg
1911 Heisenberg wird ins Königliche Maximilians-Gymnasium aufgenommen; dort wird sein Talent entdeckt
1918 leistete er Kriegshilfedienst und hatte kaum noch Zeit für die Physik
1920 - 1922Studium der Physik in München, wo er bei Arnold Johannes Wilhelm Sommerfeld promoviert
1922 - 1923Studium der Physik in Göttingen bei Max Born
1924 Assistent von Max Born in Göttingen, bei dem er habilitiert
1924 - 1925 Arbeit an der Universität von Kopenhagen bei Niels Bohr
1924 - 1927 Zusammen mit Max Born und Pascual Jordan begründet Heisenberg die Quantenmechanik
1927 - 1941 Professor an der Universität Leipzig und Leiter des Theoretisch-Physikalischen Institutes in Leipzig
1933 nachträgliche Verleihung des Physik-Nobelpreises 1932 für seine Arbeiten zur Quantenmechanik und Verleihung der Planck-Medaille
1936 Heirat mit Elisabeth Schumacher; aus der Ehe gehen sieben Kinder hervor.
1941 - 1945 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Institutes, dem späteren Max-Planck-Institut in Berlin und Professor an der Universität Berlin
1945 - 1946 Heisenberg wird zusammen mit anderen Atomforschern in England interniert.
1946 - 1957 Professor und Leiter des Max-Planck-Instituts für Physik in Göttingen; Heisenberg beschäftigt sich mit der bei Atomspaltungen im Weltall entstehenden kosmischen Strahlung.
1948 Gastdozent in Cambridge/England
1949 - 1951 Präsident des Deutschen Forschungsrates und der Akademie der Wissenschaften in Göttingen
1950 und 1954 Gastdozent in den USA.
1952 Vizepräsident des "Europäischen Rates für kernphysikalische Forschung"
1953 Arbeit an der Suche nach der "Weltformel", einer einheitlichen Theorie der Materie, die alle Grundgesetze der Natur erfassen soll
1953 - 1975 erster Präsident der am 10. Dezember 1953 von der Bundesrepublik Deutschland wiederaufgebauten Alexander von Humboldt-Stiftung mit Sitz in Bonn-Bad Godesberg
1955 - 1956 Gastdozent an der University of St. Andrews/Schottland
1957 Unterzeichnung der Göttinger "Erklärung der 18 Atomwissenschaftler", die auf die Gefahren der Atomwaffen hinweist und sich gegen die Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen ausspricht. Verleihung des Ordens "Pour le Merite"
1958 Heisenberg hält in Göttingen einen Vortrag über seine "Einheitliche Theorie der Elementarteilchen", die als "Weltformel" bekannt wird.
1958 - 1970Professor an der Universität München und Leiter des Max-Planck-Institutes für Physik in München
1964 Auszeichnung mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband
1976Gestorben am 01. Februar in München

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Quantenmechanik: Heisenberg'sche UnschärferelationLevel 245 min.

ChemieTheoretische ChemieQuantenmechanik

Die Begriffe Erwartungswert, Unschärfe und Kommutator in der Quantenmechanik werden definiert. Die Heisenberg'sche Unschärferelation wird hergeleitet und ihre Bedeutung erläutert.