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Hammond-PostulatZoomA-Z

Fachgebiet - Reaktionskinetik, Organische Chemie

Das Hammond-Postulat wurde von den amerikanischen Chemikern George Hammond und J. E. Leffler unabhängig voneinander formuliert und wird daher im englischsprachigen Raum auch als Hammond-Leffler-Postulat bezeichnet. Das Hammond-Postulat legt Molekülgeometrien von Übergangszuständen bei chemischen Reaktionen fest.

Entsprechend dem Postulat sind sich energetisch ähnliche Zustände in chemischen Reaktionen auch geometrisch, d.h. strukturell ähnlich. Daraus folgt für exergonische Reaktionen, dass die Strukturen von Übergangszuständen (aktivierten Komplexen) den Edukten ähnlich sein sollen, da die Energieunterschiede zwischen Edukten und Übergangszuständen geringer sind als die Unterschiede zwischen Übergangszuständen und Produkten (früher Übergangszustand).

Bei endergonischen Reaktionen ist es dagegen umgekehrt, da die Übergangszustände energetisch und damit auch geometrisch den Produkten näher sind (später Übergangszustand).

Das Hammond-Postulat kann auch auf energiereiche Zwischenstoffe angewendet werden.

Wenn die Entropien der Edukte und der Produkte sich wenig unterscheiden, ist die Reaktionsentropie näherungsweise null. In diesem Fall sind Gibbs-Energie und Reaktionsenthalpie nahezu gleich.

Das Hammond-Postulat ist insbesondere bei der Betrachtung des geschwindigkeitsbestimmenden Schrittes einer Reaktion von Bedeutung, da Übergangszustände extrem kurzlebig sind und dadurch nur indirekt auf sie geschlossen werden kann. Bei über mehrere Übergangszustände verlaufenden Reaktionen mit Zwischenstoffen sowie der Möglichkeit von Umlagerungen im Übergangszustand ist die Anwendung des Hammond-Postulates schwierig.

Siehe auch: Übergangszustand , Reaktionsmechanismus

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

SN/E-Konkurrenz - Rolle der TemperaturLevel 320 min.

ChemieOrganische ChemieSubstitution

Diese Lerneinheit beschreibt zunächst die mechanistischen Grundlagen der Konkurrenz von Eliminierungen und nucleophilen Substitutionen. Im Folgenden wird besprochen, auf welche Weise die Reaktionstemperatur die SN2 / E2-Konkurrenz und die SN1 / E1-Konkurrenz beeinflussen.

SN/E-Konkurrenz (gesamt)Level 390 min.

ChemieOrganische ChemieSubstitution

Diese Lerneinheit beschreibt zunächst die mechanistischen Grundlagen der Konkurrenz von Eliminierungen und nucleophilen Substitutionen. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Parameter besprochen, die die SN2 / E2-Konkurrenz und die SN1 / E1-Konkurrenz beeinflussen. Am Ende sollte der Leser dazu in der Lage sein, in Abhängigkeit von gegebenen Parametern den vorherrschenden Reaktionsmechanismus einer Reaktion vorherzusagen bzw. die Parameter für eine Reaktion so zu wählen, dass ein gewünschter Mechanismus in den Vordergrund tritt.

Reaktionen an Aromaten (gesamt)Level 290 min.

ChemieOrganische ChemieAromatenchemie

Diese Lerneinheit beginnt mit der Beschreibung des Mechanismus der elektrophilen aromatischen Substitution, inklusive energetischer Betrachtungen der Zwischenstufen und Übergangszustände. Weiterhin werden die Abhängigkeiten zwischen induktiven und mesomeren Effekten und der Reaktivität und der Zweitsubstitution substituierter Aromaten behandelt. Außerdem werden die wichtigsten Reaktionen vorgestellt. Schließlich wird noch die weniger bedeutsame nucleophile aromatische Substitution erläutert, inklusive Mechanismus, Zwischenstufen, Übergangszustände etc.etc.. Den Abschluss bildet eine Beschreibung der "Gewinnung" und der Struktur von Arinen.

Reaktionen an Aromaten - Ar-SE - Grundlagen und TheorieLevel 230 min.

ChemieOrganische ChemieAromatenchemie

Diese Lerneinheit beginnt mit der Beschreibung des Mechanismus der elektrophilen aromatischen Substitution, inklusive energetischer Betrachtungen der Zwischenstufen und Übergangszustände. Weiterhin werden die Abhängigkeiten zwischen induktiven und mesomeren Effekten und der Reaktivität bei der Zweitsubstitution substituierter Aromaten behandelt.

Hammond-Postulat (Polanyi-Hammond-Postulat)Level 320 min.

ChemieOrganische ChemieReaktionsmechanismen

In dieser Lerneinheit wird das Hammond-Postulat (Polanyi-Hammond-Postulat) ausführlich erläutert. In diesem Zusammenhang wird das Konzept der frühen und späten Übergangszustände vorgestellt und beschrieben, warum mit dessen Hilfe Rückschlüsse auf die Struktur des Übergangszustandes einer Reaktion gezogen werden können. Außerdem werden die theoretischen Grundlagen der Abschätzung von Substituenteneinflüssen auf die Reaktionsgeschwindigkeit erläutert.