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GuaninZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Vereinfachte Bezeichnung für 2-Amino-1,9-dihydropurin-6-on.

Die Summenformel lautet C5H5N5O. Die Molekularmasse (Mr) beträgt 151,13 Da.

Abb.1
Strukturformel von Guanin

Guanin gehört neben Adenin zu den Purin-Basen der Nucleotide. Der Organismus kann Guanosin via Biosynthese aus den Grundbausteinen, über verschiedene Recyclingwege aus Purin-Derivaten oder durch saure Hydrolyse des Nucleosids Guanosin gewinnen. Es kommt als Base sowohl in DNA als auch in RNA vor. Daneben ist das Guanosin-triphosphat GTP ein wichtiger Energielieferant im Muskel und bei der Proteinbiosynthese.

In der DNA, bzw. RNA ist Guanin über drei Wasserstoff-Brückenbindungen mit der Pyrimidin-Base Cytosin verbunden. In RNA kann es darüber hinaus anstelle von Cytosin mit Uracil zwei Wasserstoff-Brückenbindungen eingehen, ohne dass die Geometrie des Polynucleotids zerstört wird.

Die Derivate 8-Azaguanin und 6-Thioguanin besitzen cytostatische Wirkung.

Siehe auch: Nucleinsäuren