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grippaler InfektZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin, Immunologie

Grippale Infekte werden häufig fälschlicherweise als Grippe (Influenza) bezeichnet. Zwar werden grippale Infekte meistens ebenfalls durch Viren verursacht, die Symptome ähneln auch denen einer leichten Grippe mit Fieber und einer Entzündung der oberen Luftwege, aber die Erkrankung verläuft deutlich leichter und es kommt seltener zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder bakteriellen Sekundärinfekten.

Weitere Informationen zum grippalen Infekt/Influenza.

Eine ganze Reihe von Viren können grippale Infekte verursachen, so z.B. Rhino-, Adeno- oder Coronaviren, während die echte Grippe nur vom Influenza-Virus ausgelöst wird. Die Übertragung der Viren erfolgt in den meisten Fällen durch Tröpfcheninfektion, also über die Atemluft, oder von Hand zu Hand. Die Erkältungsviren befallen zunächst die Nasenschleimhaut, die einen erst dünnflüssigen, dann zunehmend zäheren Schleim produziert. Die Entzündung breitet sich auf die gesamten Atemwege aus und führt zu Husten, Heiserkeit und Halsschmerzen, Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Gliederschmerzen. Die Symptome klingen nach etwa einer Woche wieder ab, während eine echte Grippe erheblich länger dauern kann.

Die Volksweisheit über die Dauer eines grippalen Infekts - "drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie" - hat einen realen Hintergrund: Die B-Zellen den Immunsystems benötigen 4-5 Tage, um zu Antikörper-produzierenden Plasmazellen zu reifen, die den Kampf gegen die Viren effektiv aufnehmen.

Siehe auch: Influenza