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green fluorescent proteinZoomA-Z

Fachgebiet - Gentechnik

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Abb.1
GFP (Kette A und B; PDB-Code: 1GFL)

Das green fluorescent protein (GFP) ist ein 1962 erstmalig von Osamu Shimomura beschriebenes Protein einer nordpazifischen Quallenart (Aequorea victoria). Dieses relativ kleine Protein mit einer molekularen Masse von 26.900 Da emittiert bei Bestrahlung mit ultraviolettem oder blauem Licht leuchtend grünes Licht und gilt als einziges Beispiel einer echten Fluoreszenz bei natürlichen Proteinen. Der Fluorophor des GFP wird aus der Tripeptidsequenz Ser 65-Tyr 66-Gly 67 gebildet und ist vollständig unabhängig von weiteren Substraten oder Cofaktoren.

GFPs konnten bereits in zahlreichen Eu- und Prokaryonten erfolgreich als Reportergene exprimiert werden. Über die Fluoreszenz lässt sich nachweisen, ob beispielsweise ein bestimmter Promotor aktiv ist, ob ein (mit dem GFP gekoppeltes) Protein synthetisiert wird und wie es sich im Organismus verteilt.

Weitere Informationen zur Chemo- und Biolumineszenz.

Siehe auch: Biolumineszenz , Luciferase

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Kombinatorisches WirkstoffdesignLevel 360 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Das Ziel des kombinatorischen Designs ist es, eine möglichst große Zahl von potenziellen Wirkstoffen aus der Kombination bzw. Permutation einfacher Grundstoffe zu erzeugen. Im Gegensatz zur konventionellen Synthese von Wirkstoffen, die gezielt von wenigen Ausgangsstoffen zu einem oder wenigen gewünschten Endprodukten abläuft, versucht die kombinatorische Synthese eine möglichst große Vielfalt von Syntheseprodukten zu erreichen. Das kombinatorische Wirkstoffdesign lebt vom Prinzip, dass eine große Zahl von testbaren Substanzen auch die Anzahl möglicher neuer Leitstrukturen erhöht. Ein zweiter Vorteil der kombinatorischen Methode setzt ein, nachdem durch Versuch und Irrtum neue Leitstrukturen gefunden wurden. Da es in der kombinatorischen Synthese relativ einfach ist, Strukturen systematisch zu modifizieren, erhöht sich die Chance und vermindert sich der Zeitaufwand, gefundene Leitstukturen zu optimieren.