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GranulocytenZoomA-Z

Fachgebiet - Immunologie, Zellbiologie

Mit etwa zwei Drittel der Gesamtpopulation bilden Granulocyten die größte Gruppe der Leukocyten (weiße Blutkörperchen). Sie sind charakterisiert durch eine große Zahl an Zelleinschlüssen (Granula), in denen Boten- und Effektorstoffe gespeichert sind, die sie bei Bedarf freisetzen. Man unterscheidet:

Basophile Granulocyten, auch Basophile genannt, sind auf die Abwehr von Parasiten spezialisiert und patrouillieren im Blut. Ihr Anteil an den Granulocyten beträgt weniger als 1 %. Basophile tragen an ihrer Oberfläche Rezeptoren für Immmunglobulin E (IgE). Wenn diese Rezeptoren durch an IgE gebundene Allergene kreuzvernetzt werden, degranulieren die basophilen Granulocyten und schütten immunmodulierende Botenstoffe, wie Histamin aus. Auf diese Weise sind sie auch an allergischen Sofortreaktionen beteiligt.

Mastzellen werden die basophilen Granulocyten des Gewebes genannt. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei Allergien des Soforttyps (Typ I). Im Inneren der Mastzellen befinden sich Vesikel, die Botenstoffe enthalten. Auch Mastzellen tragen Rezeptoren für IgE-Antikörper auf ihrer Oberfläche. Werden diese Rezeptoren durch die Bindung eines Allergens vernetzt, so degranulieren die Mastzellen und setzen den Inhalt der Granula frei.

Eosinophile Granulocyten, auch Eosinophile genannt, sind ebenfalls an der Parasitenabwehr und allergischen Reaktionen beteiligt. Ihr Anteil an den Granulocyten beträgt 2-4 %.

Neutrophile Granulocyten, auch Neutrophile oder neutrophile Phagocyten genannt, stellen mit mehr als 90 % die größte Gruppe, sie sind die kleinen Fresszellen des Blutes und auf Viren, Bakterien und Pilze spezialisiert.

Siehe auch: Phagocyten , Makrophagen , Mastzellen , Antikörper

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeitenLevel 145 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Eine Einführung in das Thema der Nahrungsmittelallergien und -intoleranzen. Vorgestellt werden die verschiedenen Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel mit und ohne Beteiligung des Immunsystems. Zusätzlich werden praktische Tipps gegeben, die Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu ermitteln und zu meiden.

Allergien und Unverträglichkeiten durch KörperpflegemittelLevel 150 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Eine Einführung in das Thema der Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen auf Körperpflegeprodukte, Kosmetika und Duftstoffe. Vorgestellt werden die verschiedenen Unverträglichkeitsreaktionen mit und ohne Beteiligung des Immunsystems. Zusätzlich werden praktische Tipps gegeben, die Auslöser von Unverträglichkeiten und Allergien zu ermitteln und zu meiden sowie bestehende Hautreaktionen zu lindern.