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GradientZoomA-Z

Fachgebiet - Physikalische Chemie

Der Begriff Gradient bezeichnet den Grad der Änderung einer Größe (z.B. Temperatur, Druck, Dichte und Konzentration) mit der Änderung einer weiteren Größe - etwa der Zeit, dem Volumen oder einer Längeneinheit.

Fachgebiet - Analytische Chemie

In der HPLC bezeichnet der Begriff Gradient die Änderung der Lösemittelzusammensetzung des Elutionsmittels bzw. den Grad der Änderung der Elutionskraft mit der Zeit. Bei isokratischer Elution (d.h. gleichbleibender Zusammensetzung des Lösemittelgemisches) werden die zuerst eluierten Komponenten des Analyten stark gedrängt erscheinen, während die stärker retardierten Komponenten breite, späte Peaks liefern ("allgemeines Elutionsproblem"), die sogar im Grundrauschen des Detektors untergehen können. Dieses "allgemeine Elutionsproblem" kann durch die Verwendung eines Lösemittelgradienten gelöst werden. Hierbei werden bewusst Unterschiede der Elutionskraft der Lösemittel genutzt und damit zu jeder Zeit den zu eluierenden Substanzen angepasst. Das Mischen der Lösemittel erfolgt entweder vor der Pumpe drucklos ("Niederdruck-Gradient") oder nach der Pumpe unter Hochdruck ("Hochdruck-Gradient").

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Vollständiges und unvollständiges DifferenzialLevel 320 min.

MathematikIntegralrechnungKurvenintegrale

Hängt das Linienintegral eines Differenzials einer Funktion nicht vom Weg ab, dann liegt ein vollständiges Differenzial vor, z.B. das Differenzial der totalen Energie eines thermodynamischen Systems als Funktion von Druck und Volumen. Dagegen ist die geleistete Arbeit bei einem Prozess, der das System vom einem Zustand in einen anderen Zustand überführt, vom Weg abhängig und damit stellt das Differenzial der geleisteten Arbeit kein vollständiges Differenzial dar.