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GlycosideZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Glycoside sind Moleküle, bei denen ein Molekülteil (das so genannte Aglycon) kovalent mit einem oder mehreren Zuckermolekülen verbunden ist. Je nachdem, ob die verknüpfende Brücke über ein Sauerstoff- , ein Schwefel- oder ein Stickstoff-Atom zustande kommt, unterscheidet man O-Glycoside, S-Glycosdide und N-Glycoside.

Der eigentliche Träger einer pharmakologischen oder toxischen Wirkung ist das Aglycon, dennoch sind die gebundenen Zuckermoleküle für die Wirkung nicht unerheblich. Der chemisch gebundene, wasserlösliche Zucker bewirkt, dass sich das Glycosid besser in wässrigen Flüssigkeiten (z.B. Blut) löst als das reine Aglycon und somit besser vom Organismus resorbiert werden kann. Entsprechend erhöht sich auch die physiologische Wirkung.

Siehe auch: Digitonin

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Heimische PflanzengifteLevel 245 min.

ChemieToxikologieToxine

Um nicht gefressen zu werden, haben viele Pflanzen im Laufe der Evolution Stoffe entwickelt, die beim Fressfeind einen unangenehmen Geschmack oder Vergiftungen erzeugen. Allen Pflanzen hat das nicht genutzt. Generell können Pflanzen in die Gruppen "gering giftig" und "stark giftig" eingeteilt werden. Vergiftungen durch gering giftige Pflanzen, wie z.B. Krokusse und Tulpen, äußern sich durch Hautreizungen und bei Verzehr durch Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Vergiftungen von stärker giftigen Pflanzen dagegen können u.a. von Schweißausbrüchen, Krämpfen über Lähmungen bis hin zum Tod führen. In dieser Lerneinheit werden die Gifte verschiedener Pflanzen vorgestellt. Pflanzen, wie sie in unseren Vorgärten wachsen oder die wir sogar als Nahrung zu uns nehmen. Es wird auf den Grad der Giftigkeit hingewiesen und wie sich eine Vergiftung äußert.

Konzept der LeitstrukturLevel 260 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Die Suche nach neuen Wirkstoffen orientiert sich an den so genannten Leitstrukturen. Dieser Begriff bezeichnet den zwei- und dreidimensionalen Aufbau von Stoffen, die bereits einige der gewünschten Eigenschaften besitzen, aber andere vermissen lassen. Die meisten Leitstrukturen ergaben sich aus pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen und körpereigenen Naturstoffen wie z.B. Neurotransmittern und Hormonen, wobei nur wenige der Vorlagen selbst als Arzneien zum Einsatz kommen. Eine ständig anwachsende Gruppe von Leitstrukturen wurde jedoch auch aus synthetischen Substanzen entwickelt, die klassisch in Tierversuchen auf biologische Wirksamkeit getestet wurden. Heute steht hierzu ein vollautomatisiertes Screening in Zellkulturen sowie molekularen Testsystemen zur Verfügung (High-Troughput-Screening, HTS).

PflanzentoxineLevel 360 min.

ChemieToxikologieToxine

Beschreibung der wichtigsten Gruppen pflanzlicher Giftstoffe, deren Einteilung, Aufbau und Funktion. Beispiele der wichtigsten Vertreter (Atropin, Cumarin, Nicotin, Strychnin, Curare). Beschreibung der medizinischen und homöopathischen Verwendung der Giftstoffe.