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GlycoproteineZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Glycoproteine sind Proteine mit kovalent gebundenen Zuckerresten, wobei sowohl Mono- als auch Oligosaccharide vorkommen. Die Bindung des Zuckers erfolgt entweder O-glycosidisch über die Hydroxy-Gruppen von Serin- oder Threonin-Seitenketten oder N-glycosidisch über die Amino-Gruppe von Lysin-Resten oder die Amid-Gruppe von Asparagin-Resten. Die Zuckerketten sind häufig verzweigt und bestehen im Allgemeinen aus 2-10 Monosaccharid-Einheiten, wobei häufig die Hexosen Mannose und Galactose sowie N-acetylierte Hexosamine wie N-Acetylglucosamin vorkommen. Daneben finden sich als Endglieder der Zuckerkette auch die charakteristischen Komponenten Sialinsäure und Fucose. Die Glycosylierung der Proteine erfolgt posttranskriptional im rauen endoplasmatischen Retikulum. Glycoproteine kommen typischerweise nicht in Prokaryonten vor, sind aber in allen eukaryontischen Organismengruppen vertreten.

Für eine Röntgenstrukturanalyse werden rekombinante Glycoproteine meist in Prokaryonten wie E. coli exprimiert. Diese aus der Protein Data Bank bekannten Proteinstrukturen enthalten in der Regel keine Zuckerreste, auch wenn es sich natürlicherweise um Glycoproteine handelt.

Siehe auch: Glycosylierung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

4.4 - Grippe - Neuraminidase - Aktives ZentrumLevel 490 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

In dieser Lerneinheit wird die Struktur des Enzyms Neuraminidase, eines der beiden Influenza-Oberflächen-Antigene, und seines aktiven Zentrums ausführlich behandelt. Außerdem werden die Wechselwirkungen zwischen der Influenza-Neuraminidase und ihrem natürlichen Substrat Sialinsäure detailliert beschrieben.

4.1 - 4.5 - Grippe (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Influenza. Sie enthält sowohl allgemeine Informationen zum Thema Grippe wie auch detaillerte Beschreibungen des Aufbaus von Influenza-Viren und deren Lebenszyklus. Außerdem wird die Struktur eines der beiden Influenza-Oberflächenantigene, das Protein Neuraminidase und dessen aktives Zentrum, ausführlich behandelt. Den Abschluss bildet die Erläuterung der Entwicklung eines antiviralen Grippemedikamentes, Zanamivir, das als Inhibitor der Neuraminidase den Lebenszyklus des Influenza-Virus empfindlich stört.

SelectineLevel 260 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Selectine sind Adhäsionsproteine, die auf der Oberfläche bestimmter Zellen vorkommen. Sie vermitteln eine Kommunikation zwischen Zellen und steuern die Wanderung von Immunzellen aus dem Blut in das umliegende Gewebe oder die Lymphknoten.

Konjugierte ProteineLevel 140 min.

BiochemieProteinbiosyntheseProteine

Eine kurze Einführung in den Aufbau und das Vorkommen von konjugierten Proteinen.