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GestageneZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Abb.1
Strukturformel des Progesteron

Gestagene sind weibliche Sexualhormone. Nach einem ihrer Bildungsorte werden sie auch als Gelbkörper-Hormone oder Corpus luteum-Hormone bezeichnet. Sie leiten sich strukturell vom Pregnan ab und enthalten 21 C-Atome mit Sauerstoff-haltigen funktionellen Gruppen an C3 und C20. Wie bei den anderen Steroid-Hormonen erfolgt ihre Biosynthese ausgehend von Cholesterol.

Das wichtigste Gestagen ist das Progesteron (Pregn-4-en-3,20-dion), das häufig Schwangerschaftshormon genannt wird. Seine Bildung erfolgt in der zweiten Hälfte des Menstruationszyklus im Gelbkörper, der sich nach dem Eisprung aus dem Eifollikel gebildet hat. Außerdem wird Progesteron zusammen mit weiteren Gestagenen während der Schwangerschaft in der Placenta synthetisiert. Die Funktion der Gestagene besteht darin, die Uterusschleimhaut nach dem Eisprung auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vorzubereiten und nach erfolgter Einnistung die Schwangerschaft aufrecht zu erhalten. Während einer Schwangerschaft verhindern die Gestagene auch weitere Ovulationen, indem sie die Ausschüttung von Gonadotropinen unterdrücken.

Siehe auch: Androgene

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