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GelierenZoomA-Z

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie

Unter Gelieren (auch Gelierung oder Gelation) wird allgemein der Vorgang der Bildung eines Gels verstanden. Dazu wird ein hochmolekularer Gelbildner (z.B. Gelatine, Agarose, Polyacrylsäure) in einem Dispersionsmittel (z.B. Wasser, Öle, Lösemittelgemische) zu einem dreidimensionalen Netzwerk aufgequollen, ohne dass es zu einer vollständigen Lösung kommt.

In der Kunststofftechnik wird oft auch der gesamte Prozess des Aushärtens eines Reaktionsgemisches als Gelieren bezeichnet, wenn dieser über einen gelartigen Zwischenzustand verläuft (z.B. bei Polyurethanen, Epoxiden, Polyesterharze). Auch die Herstellung von Weich-PVC nutzt den Prozess des Gelierens, dabei werden Weichmacher und PVC-Pulver zu einer homogenen Masse verarbeitet, aus der dann Produkte hergestellt werden können.

Der Beginn des Gelierens bezeichnet häufig auch das Ende der (sichtbaren) Topfzeit, die für diverse Substanzen aber auch schon vor dem Beginn des Gelierens enden kann, da das Gemisch danach nicht mehr durch Gießen und Streichen verarbeitet werden kann.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polyvinylchlorid (PVC)Level 240 min.

ChemieMakromolekulare ChemiePolymere

Polyvinylchlorid (PVC) ist neben Polyethylen einer der meistproduzierten Kunststoffe, der je nach Herstellungsverfahren und Zusätzen in den unterschiedlichsten Bereichen eingesetzt werden kann. PVC ist aber auch der umstrittenste aller Kunststoffe. Die Lerneinheit beschreibt die Herstellung, die Verwendung, die Eigenschaften und die Umweltproblematik von PVC. Anhand von PVC werden zudem die Unterschiede der Emulsions-, Suspensions- und Massepolymerisation erläutert.