zum Directory-modus

Fachgebiet - Makromolekulare Chemie, Lebensmittelchemie, Analytische Chemie

Der Begriff kommt von der Gelatine her. Ein Gel besteht aus einem dreidimensionalen Netzwerk eines hochmolekularen Gelbildners (Geliermittel) und einem darin eingelagerten Dispersionsmittel (Flüssigkeit oder Gas) und besitzt eine Steifigkeit, die zwischen der einer Flüssigkeit und der eines Festkörpers liegt. Ein Gel ist immerhin so formbeständig, dass es nicht sofort unter seinem eigenen Gewicht zerfließt, ist aber wesentlich leichter deformierbar als ein Festkörper.

Ist das Dispersionsmittel eine Flüssigkeit, so spricht man von Lyogelen, ist es Wasser, von Hydrogelen. Aerogele sind Gele mit Luft als Dispersionsmittel. Viele Lyogele sind thixotrop, d.h. sie lassen sich z.B. durch Rühren verflüssigen.

Im Lebensmittelbereich dienen Gele als Speisen z.B. in Form von Pudding, Früchtegelee, Aspik-Fisch, oder sie werden als Verdickungsmittel eingesetzt. In der Kosmetik sind Gele die Grundlage für Cremes. Im Labor dienen sie als Träger für die Elektrophorese und als stationäre Phase bei der Gelpermeationschromatographie.

Siehe auch: Hydrogel