zum Directory-modus

Carl Friedrich GaußZoomA-Z

Biographie

Geboren
30. April 1777 in Braunschweig
Gestorben
23. Februar 1855 in Göttingen

Gauß leistete bahnbrechende Arbeiten auf den Gebieten der Mathematik, der Astronomie, der Geodäsie und der Physik. In seinem Leben zeichnen sich vier Epochen ab, in denen er sich bestimmten Gebieten besonders zuwandte:

1. 1800-20: Mathematik und Astronomie

2. 1820-30: Geodäsie

3. 1830-40: Physik, vor allem Erdmagnetismus

4. 1840-55: Nichteuklidische Geometrie und Versicherungsmathematik

In die erste Epoche fallen Gauß größte mathematische Arbeiten zur Zahlentheorie (Disquisitiones Arithmeticae, 1801) und zum Fundamentalsatz der Algebra. Zu dieser Zeit gelang auch die Widerauffindung des Planetoiden Ceres auf Grund Gaußscher Berechnungen (1801). Hierdurch wurde Gauß schlagartig berühmt. Die neue Rechenmethode, eingebettet in eine umfassende Theorie, beschrieb er in seiner Arbeit "Theoria motus corporum coelestium ..."(1809).

Die zweite Epoche wurde beherrscht durch die Hannoversche Landesvermessung und damit einhergehende theoretische Arbeiten zur Geodäsie und Differentialgeometrie.

Die dritte Epoche galt den erdmagnetischen Untersuchungen. Wesentlich unterstützt wurde Gauß dabei von Alexander von Humboldt und Wilhelm Weber. Als "spinn-off" dieser Arbeiten erhielt die Menschheit Maßeinheiten für Elektrizität und Magnetismus, die Potentialtheorie und einen Anstoß zur Entwicklung des Telegraphen. Andere Arbeiten von Gauß zur Physik befassten sich mit Optik und Kapillaritätstheorie.

In die vierte Epoche fiel seine intensivere Beschäftigung mit der Nichteuklidischen Geometrie, über die er aber nichts veröffentlichte. Er beschäftigte sich auch mit der Sanierung der Witwen- und Waisenkasse der Göttinger Universität.

Chronologie

1777Geboren am 30. April in Braunschweig
1788Gymnasium Braunschweig
1791Studium am Collegium Carolinum, Braunschweig
1795 - 1798Studium der Mathematik, Universität Göttingen
Buchhalter der Eisenwerke in Montbeliard
1799 - 1806Privatier in Braunschweig
1807Professor für Astronomie und Direktor der Sternwarte in Göttingen
1855Gestorben am 23. Februar in Göttingen