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Adolph Eugen FickZoomA-Z

Biographie

Geboren
. 1829 in Kassel
Gestorben
. 1901 in Blankenberge (Belgien)

Adolph Fick wurde als neuntes Kind eines Kasseler Architekten geboren. Seine Begabung für Mathematik und Physik zeigte sich schon früh. Aufgrund der Empfehlung seines älteren Bruders Heinrich schrieb er sich mit 23 Jahren an der Universität Marburg für Medizin ein. Dort wendete er sich der Physiologie zu. Wie sein Bruder vorausgesehen hatte, konnte er mit seinem profunden mathematisch-physikalischen Verständnis bedeutende Beiträge zu seinem Fachgebiet leisten. Daneben interessierte er sich für Philosophie und Literatur.

Im Jahr 1855 leistete er mit der Entwicklung der Fick-Gesetze zur Diffusion seinen bekanntesten Beitrag zur Physik. Seine These, dass die Diffusion einem Konzentrationsgradienten proportional ist, wurde erst 25 Jahre später experimentell bewiesen.

1856 publizierte Fick ein Standardwerk über Medizinische Physik, in dem Fragen des Gasaustauschs bei der Atmung, des Wärmehaushalts im Körper und der Arbeit des Herzens behandelt wurden. Auch zu vielen anderen Problemen wie der Muskelkontraktion, dem Farbsehen und der Hydrodynamik des Blutkreislaufs leistete er Beiträge, die für die damalige Zeit hochaktuell waren.

Auch später während seiner langjährigen Tätigkeit in Würzburg konnte er durch seine physikalisch-mechanistische Auffassung der Vorgänge im Körper die moderne Medizin auf vielen Gebieten bereichern.

Chronologie

1829Geboren am . in Kassel
1848 - 1851Studium der Medizin an der Universität Marburg
1852 - 1868Mitarbeiter bei Carl Ludwig in Zürich
1868 - 1899Professor für Physiologie in Würzburg
1901Gestorben am . in Blankenberge (Belgien)