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FeuersteinZoomA-Z

Fachgebiet - Mineralogie

Abb.1
Feuerstein

Feuerstein, Flint oder Silex ist Siliciumdioxid, SiO2, das durch Auflösungs- und Wiederausscheidungsprozesse von Kieselsäure entstanden ist. Der Feuerstein ist eine Quarz-Konkretion, d.h. eine unregelmäßig geformte (knollige, kugelige, nieren- oder linsenförmige) Mineralausscheidung in Sedimentgesteinen.

Aus mineralogischer Sicht ist Feuerstein eine Abart des Chalcedons (Krypto- bis Mikro-Quarz). Die Gesteinsart ist braun, grau oder schwarz gefärbt, z.T. mit einer weißen Rinde bedeckt und mitunter härter als Stahl (MOHS-Skala 7). Feuerstein kommt oft in Form von Gesteinsknollen mit bis zu 1 m Durchmesser in Kalken, insbesondere in Kreideschichten vor.

Wegen der besonderen Härte und der bei der Zersplitterung auffällig scharfkantigen Bruchfläche nutzte der Mensch den Feuerstein in prähistorischer Zeit als Werkstoff zur Herstellung von Waffen und Werkzeugen sowie zum Feuerschlagen (Steinzeit).

Im Mittelalter dienten Feuerstein und Pyrit zum Anzünden von Lunten und Schießpulver in Gewehren (Flinten).

Siehe auch: Kreide