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FerritinZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Dieses wasserlösliche Eisen enthaltende Protein bildet im Organismus zusammen mit seinem wasserunlöslichen Degradationsprodukt Hämosiderin den intrazellulären Speicher von Eisen. Ferritin (ca. 56 kDa) setzt sich aus dem Protein Apoferritin (ca. 45 kDa) und phosphathaltigen Eisen(III)-hydroxidoxid zusammen. Die Untereinheiten des Proteins bilden einen Hohlraum, in dem bis zu 5.000 Eisen(III)-Ionen Platz finden.

Ferritin speichert etwa 18 % des gesamten Eisens im Körper, Hämosiderin etwa 8 %. Die Serum-Ferritin-Konzentration spiegelt die Höhe des Eisen-Bestandes eines Organismus. Liegt ein Mangel an Eisen vor, ist die Serum-Ferritin-Konzentration niedrig. Bei der genetisch bedingten Eisen-Speichererkrankung Hämochromatose, bei Eisen-Überladungen und Eisen-Verteilungsstörungen, wie sie beispielsweise bei Tumoren und chronischen Entzündungen auftreten, ist die Konzentration erhöht. In Pflanzen und Mikroorganismen kommen Ferritin-ähnliche Eisenproteine vor.