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FerrichromeZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Mikrobiologie

Ferrichrome sind Eisen(III)-Komplexe vom Trihydroxamat-Typ. Die von Pilzen synthetisierten Verbindungen gehören ohne das Eisen zu den Siderophoren und besitzen eine cyclische Hexapeptidstruktur. Charakteristisch für Ferrichrome ist die Zusammensetzung aus N5-Acyl-N5-hydroxy-L-ornithin und einem Tripeptid aus Gycin-Einheiten. Die Glycin-Reste sind variabel, an deren Positionen kommen auch Serin oder Alanin als Aminosäuren vor. Die N-Acyl-Reste können gegen Acetyl oder trans-β-Methylglutaconoyl getauscht sein. Das Fe3+ bildet mit den Hydroxamat-Gruppen der drei Ornithin-Seitenketten einen stabilen Komplex.

Spezielle Membranproteine erkennen die Ferrichrome und integrieren diese Moleküle in biologische Membranen. Dort geben die Ferrichrome das Fe3+ durch Reduktion zu Fe2+ auf der inneren Membranseite ab. Das Siderophor wird wieder ausgeschleust und kann erneut Fe3+ transportieren.

Abb.1
Strukturformel der Ferrichrome