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FällungZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie, Analytische Chemie

Als Fällung bzw. Präzipitation wird das Abscheiden eines gelösten Stoffes durch Zugabe geeigneter Substanzen aus einer Lösung bezeichnet. Der ursprünglich gelöste Stoff geht dabei in eine unlösliche Verbindung über.

Bei der Fällung wird die Sättigungskonzentration der gelösten Substanz bzw. deren Löslichkeitsprodukt überschritten, ausgelöst durch Zugabe einer leichter löslichen Substanz, Änderung der Lösungsmittel (z.B. Zusatz von Alkohol zur wässrigen NaCl-Lösung) oder durch Zugabe einer zweiten Reaktionslösung mit anschließender Fällungsreaktion. Die Fällungsreaktion ist eine chemische Reaktion, bei der die Edukte im vorliegenden Lösungsmittel in gelöster Form vorliegen, eines der Produkte jedoch im verwendeten Lösungsmittel unlöslich oder schwerlöslich ist und somit als Feststoff (Niederschlag) ausfällt. In einer Reaktionsgleichung wird der Niederschlag entweder durch den Zusatz (s) für solid (engl. fest) oder durch (↓) hinter der Summenformel gekennzeichnet.

Beispiel
NaCl+AgNO3NaNO3+AgCl(s)

Auch die Veränderung des pH-Wertes kann eine Fällung bewirken. Eine Veränderung des pH-Wertes führt z.B. bei Proteinen und der DNA zu einer reversiblen Denaturierung und somit zu einer Verringerung deren Löslichkeit, so dass Proteine bzw. die DNA ausfallen. Die Löslichkeit von Proteinen ist am Isoelektrischen Punkt (IP) am geringsten.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Gentechnische MethodenLevel 280 min.

BiochemieArbeitsmethodenGentechnische Verfahren

Einführung in die Molekularbiologie und ihre Methoden

Fällung von ProteinenLevel 230 min.

BiochemieArbeitsmethodenBiotechnische Verfahren

Verschiedene Methoden zur Fällung von Proteinen werden kurz vorgestellt und erläutert.