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Ulf von EulerZoomA-Z

Biographie

Geboren
07. Februar 1905 in Stockholm
Gestorben
09. März 1983 in Stockholm

Ulf Svante von Euler war ein schwedischer Physiologe, der aufgrund seiner Arbeiten zur Wirkungsweise von Neurotransmittern 1970 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet wurde. Sein Vater, Hans von Euler-Chelpin, erhielt 1929 den Nobelpreis für Chemie. Nach seinem Studium der Medizin am Karolinska-Institut arbeitete er auf ganz unterschiedlichen Gebieten der Biochemie mit vielen international anerkannten Forschern zusammen, darunter Henry Dale, Corneille Heymans und Archibald Hill. Bereits Anfang der 30er Jahre gelang im bereits als junger Postdoktorand die Entdeckung eines Prostaglandins. Später formulierte er gemeinsam mit dem schwedischen Physiologen Liljestrand den so genannten Euler-Liljestrand-Mechanismus, der den Zusammenhang zwischen Ventilationsstärke und Durchblutung im Lungengewebe erklärt. Nach der Entdeckung des Noradrenalin im Jahr 1946 widmete er sich ganz der weiteren Erforschung dieser Verbindung. Einer seiner wichtigsten Befunde war, dass Noradrenalin in den synaptischen Enden von Nervenzellen produziert und dort in Vesiklen gespeichert wird. Den Nobelpreis erhielt er gemeinsam mit B. Katz und J. Axelrod.

Chronologie

1905Geboren am 07. Februar in Stockholm
1922 - 1927Studium der Medizin am Karolinska-Institut in Stockholm
1930Promotion in Medizin und Erhalt einer Assistenzprofessur
1939Ruf auf eine Professur für Physiologie am Karolinska-Institut
1965Mitarbeit im Nobelpreis-Kommitee für Medizin und Physiologie
1970Nobelpreis für Physiologie gemeinsam mit B. Katz und J. Axelrod für ihre Arbeiten über Neurotransmitter
1983Gestorben am 09. März in Stockholm