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Emil ErlenmeyerZoomA-Z

Biographie

Geboren
28. Juni 1825 in Taunusstein
Gestorben
22. September 1909 in Aschaffenburg

Emil Erlenmeyer, geboren als Richard Carl August Emil Erlenmeyer studierte von 1844 bis 1850 Chemie und Pharmazie an den Universitäten in Gießen und Heidelberg und war in dieser Zeit auch Unterrichtsassisent bei Justus Liebig. Nach seiner Habilitation bei Robert Bunsen in Heidelberg über Kunstdünger wurde er zunächst Redakteur bei einer mathematisch-naturwissenschaftlichen Zeitschrift, bevor er 1863 erstmals eine Professur erhielt und 1869 auf Vorschlag seines ehemaligen Lehrers Liebig an die Polytechnische Schule nach München ging.

Eine wichtige Leistung Erlenmeyers besteht darin, sich unentwegt für klare Begriffbestimmungen in der Chemie eingesetzt zu haben, wodurch sich die organische Strukturchemie dieser Zeit erst richtig entwickeln konnte. So definierte er unter anderem 1862 erstmals exakt den Begriff der Mehrfachbindung, was den Weg für Kekulés berühmte Benzol-Formel ebnete. Bekannt geworden ist sein Name durch die Erfindung eines kegelförmigen Glaskolbens, der als Erlenmeyer-Kolben in jedem chemischen Labor eingesetzt wird.

Chronologie

1825Geboren am 28. Juni in Taunusstein
1844 - 1850Studium der Chemie und Pharmazie in Gießen und Heidelberg
1857Habilitation bei Bunsen in Heidelberg über Kunstdünger
1859Eintritt in die Redaktion der Zeitschrift für Chemie, Pharmazie und Mathematik
1863Ernennung zum außerplanmäßigen Professor an der Universität Heidelberg
1869Ruf auf eine Professur an die Polytechnische Schule München, die spätere Technische Hochschule München
1873Mitglied der bayerischen Akademie der Wissenschaften
1874Vizepräsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft
1877 - 1880Direktor der Technischen Hochschule München
1883vorzeitige Emeritierung aus gesundheitlichen Gründen
1884Präsident der Deutschen Chemischen Gesellschaft
1909Gestorben am 22. September in Aschaffenburg