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EpiphyseZoomA-Z

Fachgebiet - Physiologie

Die Epiphyse (von griechisch epi "auf" und physis "Wuchs, Gestalt") ist eine Struktur des Wirbeltiergehirns, die in der anatomischen Fachsprache Glandula pinealis oder Corpus pinelae genannt wird. Im Deutschen ist sie als Zirbeldrüse bekannt. Sie liegt als kleiner zapfenförmiger Körper (Länge ca. 5-7 mm) an der Hinterwand des III. Gehirnventrikels zwischen den beiden Hirnhemisphären und wird zum Epithalamus gerechnet. Bei den Fischen, Amphibien, Reptilien und vielen Vögeln ist die Epiphyse ein lichtempfindliches Organ mit Netzhaut-artigen Strukturen und zum Gehirn ziehenden Nervenbahnen. Bei Säugetieren besteht dagegen keine direkte neuronale Verbindung zum Gehirn, statt dessen wird sie von sympathischen Fasern innerviert. Die Epiphyse produziert Melatonin (Epiphysenhormon), das eine wichtige Rolle bei der Regulation chronobiologischer, d.h. tageszeitlich gesteuerter Prozesse spielt.

Siehe auch: Melatonin