zum Directory-modus

EpidemieZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin

Wenn etwa 10-20 % der Bevölkerung durch einen Erreger infiziert sind, die Erkrankung aber lokal begrenzt bleibt, spricht man von einer Epidemie (früher auch Seuche genannt). Eine Epidemie ist nicht immer auf eine Infektionskrankheit beschränkt; so wird beispielsweise auch die Zunahme übergewichtiger Personen in der westlichen Welt als Epidemie bezeichnet. Pandemien sind im Gegensatz zu Epidemien nicht lokal begrenzt und breiten sich weltweit aus.

Für Grippe-Epidemien oder -Pandemien sind vor allem Influenza-Viren vom Typ A verantwortlich, die sich durch hohe Mutationsraten auszeichnen. Veränderungen der beiden Oberflächenantigene Hämagglutinin und Neuraminidase durch Mutation oder den so genannten antigenic shift führen dazu, dass immer wieder neue Subtypen entstehen, die sich rasch ausbreiten können. Dieser Vorgang gilt als der wichtigste Auslöser für Pandemien wie die so genannte spanische Grippe (1918-1920, ca. 20 bis 40 Millionen Tote), die asiatische Grippe (1957/1958, ca. 1 bis 1,5 Millionen Tote) oder die Hong-Kong-Grippe (1968/1969, 750.000 bis 1 Millionen Tote), bei der zum Teil bis zu 50 % der Bevölkerung infiziert waren. Neben der Influenza sind auch Krankheiten wie Cholera, Typhus, die Pest oder auch SARS als Auslöser für Epidemien bekannt.

Weitere Informationen zum antigenic shift und zu Pandemien.

Siehe auch: Influenza , Vogelgrippe , Viren

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

4.1 - 4.5 - Grippe (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Influenza. Sie enthält sowohl allgemeine Informationen zum Thema Grippe wie auch detaillerte Beschreibungen des Aufbaus von Influenza-Viren und deren Lebenszyklus. Außerdem wird die Struktur eines der beiden Influenza-Oberflächenantigene, das Protein Neuraminidase und dessen aktives Zentrum, ausführlich behandelt. Den Abschluss bildet die Erläuterung der Entwicklung eines antiviralen Grippemedikamentes, Zanamivir, das als Inhibitor der Neuraminidase den Lebenszyklus des Influenza-Virus empfindlich stört.

4.1 - Grippe - Immunologie und HistorieLevel 160 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Grippeerkrankung. Nach einer einführenden Beschreibung der Symptome der Virusgrippe in Abgrenzung vom grippalen Effekt folgt eine vereinfachte Erläuterung der Reaktionen des Immunsystems auf eine Infektion mit Influenza-Viren sowie der Identifizierung und Produktion von Impfstoffen. Im Anschluss werden die besonderen Virulenzmechanismen der Influenza-Viren und die Historie der Grippe-Epidemien und -Pandemien beschrieben. Zum Abschluss wird auf die unterschiedlichen Methoden der Vorbeugung und Behandlung der Influenza eingegangen.