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EndothelzellenZoomA-Z

Fachgebiet - Zellbiologie

Endothelzellen (in ihrer Gesamtheit auch Endothel genannt) sind die Zellen der Innenwand von Lymph- und Blutgefäßen (Intima). Alle Gefäße des Herz-Kreislauf-Systems sind mit einer einzelligen Schicht von Endothelzellen ausgekleidet. Diese Zellschicht ist z.B. am Stoffaustausch zwischen But und Gewebe beteiligt, sie reguliert den Tonus der Gefäßmuskulatur und beeinflusst über die Regulation von Gerinnungsprozessen die Fließfähigkeit des Blutes. Das Endothel ist auch für Entzündungsprozessen relevant, indem neutrophile Granulocyten, Monocyten, Makrophagen und T-Zellen aus dem Blut an das Endothel binden können und dort aktiviert werden. Die aktivierten Leukocyten können nun in das darunterliegende Gewebe zum Infektionsort migrieren.

Je nach ihrer Durchlässigkeit werden drei Arten von Endothel unterschieden:

  • Das kontinuierliches Endothel ist weitgehend undurchlässig (Blut-Hirn-Schranke); der Stoffaustausch erfolgt nur über seletiven Transport.
  • Das fenestriertes Endothel hat Spalten, die durch ein semipermeables Diaphragma verschlossen sind. Dieses Endothel lässt auch größere Moleküle passieren.
  • Das diskontinuierliches Endothel kann auch von Zellen passiert werden.