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Paul EhrlichZoomA-Z

Biographie

Geboren
14. März 1854 in Strehlen (Schlesien)
Gestorben
20. August 1915 in Bad Homburg

Sein frühes Interesse an der Färbung mikroskopischer Gewebepräparate baut Paul Ehrlich im Laufe eines Medizinstudiums in Breslau, Straßburg, Freiburg und Leipzig aus. Er schreibt eine Dissertation über Beiträge zur Theorie und Praxis der histologischen Färbung.

Ehrlich geht nach Berlin, wo er als Assistent und Oberarzt an der Charité arbeitet. Er schafft dort mit der Einfärbung von Blutkörperchen die Grundlagen der modernen Hämatologie. Bevor er 1891 von Robert Koch an das Institut für Infektionskrankheiten berufen wird, beendet er seine Habilitation zu dem Thema "Das Sauerstoffbedürfnis des Organismus". Hier arbeitet Ehrlich an Untersuchungen zur Immunität und an der Herstellung eines Diphtherieserums. 1896 wird Ehrlich zum Direktor des neuen Königlichen Instituts für Serumforschung. Dort widmet sich Ehrlich der Krebsforschung und der Chemotherapie von Infektionskrankheiten.

Ehrlich erhält zusammen mit Ilja Iljitsch Metschnikow 1908 den Medizin-Nobelpreis für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Chemotherapie.

Gemeinsam mit seinem Assistenten Sahachiro Hata entwickelt er im Jahre 1909 das Salvarsan (Arsphenamin) gegen Syphilis und andere gefährliche Seuchen.

Chronologie

1854Geboren am 14. März in Strehlen (Schlesien)
1872 - 1878Studium der Medizin in Breslau, Straßburg, Freiburg im Breisgau und abschließend in Leipzig
1878Promotion, Thema: Beiträge zur Theorie und Praxis der histologischen Färbungen (vor allem des Blutes)
1887Habilitation
1908Nobelpreis für Medizin zusammen mit dem Direktor am Pasteur-Institut in Paris, dem Russen Ilja Metschnikow
1878 - 1884Assistenzarzt, später Oberarzt in der Abteilung für innere Medizin an der Charité in Berlin
1884 - 1887Titular-Professor
1887 - 1891Privatdozent für innere Medizin
1891 - 1892außerordentliche Professur für experimentelle Therapie an der Universität Berlin
1892Einrichtung eines Labors im Institut für Infektionskrankheiten (Robert-Koch-Institut)
1896Gründung des königlichen Institutes für Serumforschung und -prüfung in Steglitz
1898Gründung des königlichen Institutes für experimentelle Therapie in Frankfurt am Main
1906Angliederung des Georg-Speyer-Hauses für Chemotherapie und zugleich außerordentlicher Professor in Frankfurt am Main
1912ordentliche Professur an der Universität in Frankfurt am Main
1915Gestorben am 20. August in Bad Homburg

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

1 - Einleitung zur Themenreise WirkstoffeLevel 245 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit gibt eine allgemeine Einführung in die Thematik der Wirkstoffsuche, von der Historie bis zur Moderne. Sie beschäftigt sich mit der historischen Fortentwicklung der Wirkstoffsuche, von der Volksmedizin über die Identifizierung von Leitstrukturen bis zur gezielten Konstruktion von Wirkstoffen am Computer. Außerdem werden Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, bakterielle und virale Infektionskrankheiten als wichtige Indikationsgebiete der modernen Wirkstoff-Forschung einführend beschrieben.