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Edman-AbbauZoomA-Z

Fachgebiet - Analytische Biochemie

Der Edman-Abbau ist eine nach dem schwedischen Biochemiker Pehr Edman benannte Methode zur Sequenzierung von Proteinen. In einem zyklischen Prozess werden dabei jeweils die aminoterminalen Aminosäuren des Proteins mit Phenylisothiocyanat markiert und Schritt für Schritt vom Restprotein abgespalten.

Phenylisothiocyanat reagiert mit der endständigen Amino-Gruppe eines Peptids unter Bildung eines Phenylthiocarbamoyl-Derivates. Dieses zyklisiert in Gegenwart von HCl und wird durch eine milde alkalische Hydrolyse abgespalten, ohne dass der Rest des Peptids hydrolysiert. Die Phenylthiohydantoin-(PTH-)Aminosäure lässt sich dann chromatographisch oder über eine Schmelzpunkt-Bestimmung identifizieren. In der Praxis wird der Edman-Abbau nicht an intakten Proteinen, sondern an Peptidfragmenten durchgeführt.

Siehe auch: Sequenzanalyse

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Kombinatorisches WirkstoffdesignLevel 360 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Das Ziel des kombinatorischen Designs ist es, eine möglichst große Zahl von potenziellen Wirkstoffen aus der Kombination bzw. Permutation einfacher Grundstoffe zu erzeugen. Im Gegensatz zur konventionellen Synthese von Wirkstoffen, die gezielt von wenigen Ausgangsstoffen zu einem oder wenigen gewünschten Endprodukten abläuft, versucht die kombinatorische Synthese eine möglichst große Vielfalt von Syntheseprodukten zu erreichen. Das kombinatorische Wirkstoffdesign lebt vom Prinzip, dass eine große Zahl von testbaren Substanzen auch die Anzahl möglicher neuer Leitstrukturen erhöht. Ein zweiter Vorteil der kombinatorischen Methode setzt ein, nachdem durch Versuch und Irrtum neue Leitstrukturen gefunden wurden. Da es in der kombinatorischen Synthese relativ einfach ist, Strukturen systematisch zu modifizieren, erhöht sich die Chance und vermindert sich der Zeitaufwand, gefundene Leitstukturen zu optimieren.