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ebullioskopische KonstanteZoomA-Z

Fachgebiet - Analytische Chemie, Thermodynamik

Nach dem Raoult'schen Gesetz (Raoult'sches Gesetz) führt das Lösen einer nichtflüchtigen Substanz in einem flüchtigen Lösungsmittel zu einer Siedepunktserhöhung. Dies liegt vereinfacht daran, dass die Teilchen des gelösten Stoffes den Übergang der Lösungsmittelteilchen in die Gasphase behindern.

Die Siedepunktserhöhung ΔTV verhält sich proportional zur Stoffmenge des gelösten Stoffes:

ΔTv=TvTv*=RTv2ΔHv*M1b2=Kbb2R=allgemeine GaskonstanteTv=Siedpunkt der LösungTv=Siedepunkt des reinen LösungsmittelsΔHv=Verdampfungsenthalpie des reinen LösungsmittelsM1=Molmasse des reinen Lösungsmittelsb2=Molalität des GelöstenKb=ebullioskopische Konstante

Die ebullioskopische Konstante ist unabhängig von den Stoffeigenschaften des Gelösten und hängt nur von den Eigenschaften des Lösungsmittels ab (kolligative Eigenschaften).

Das Raoult'sche Gesetz gilt nur für ideale Lösungen (ideale Mischung). Die ebullioskopische Konstante ist daher der aus unendlich verdünnten Lösungen extrapolierte Grenzwert der Siedepunktserhöhung, den ein Mol einer nichtdissoziierenden Substanz hervorruft, wenn diese in 1 kg Lösungsmittel gelöst ist und nur reines Lösungsmittel beim Sieden verdampft.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die ebullioskopischen Konstanten einiger Lösungsmittel:

Tab.1
ebullioskopische Konstanten
LösungsmittelKonstante [Kkg/mol]
Wasser 0,51
Phenol 3,04
Essigsäure 3,07
Benzol 2,53
Schwefelkohlenstoff 2,37
Tetrachlorkohlenstoff 4,95
Naphthalin 5,8

Siehe auch: Ebullioskopie , Gefrierpunktserniedrigung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Binäre Gas/Flüssigkeitsgleichgewichte - Raoult-FallLevel 130 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Wir betrachten in diesem Kapitel binäre Systeme, in denen Gleichgewicht zwischen einer flüssigen und gasförmigen Phase besteht. Zielgröße ist der Dampfdruck eines Lösemittels in Abhängigkeit von der Konzentration eines wenig flüchtigen gelösten Stoffes.