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DrucktechnikZoomA-Z

Fachgebiet - Technische Chemie, Produktionstechnik

Der Begriff Druck- oder Reproduktionstechnik umfasst alle Verfahren zur Vervielfältigung von Druckvorlagen, also neben der Druckformherstellung und dem eigentlichen Druckvorgang auch die Druckweiterverarbeitung. Als Druckträger (Druckstoff) können dabei Papier, Pappe, Folien oder Textilien dienen, die, je nach Verfahren, seitenrichtig oder seitenverkehrt bedruckt werden.

Ein Druck kann prinzipiell auf drei Arten erfolgen:

  1. Fläche auf Fläche
  2. Zylinder auf Fläche
  3. oder Zylinder auf Zylinder.

Die einzelnen Druckverfahren werden u.a. auch nach dem Verhältnis zwischen Druckform und Druckelement eingeteilt. Ein typisches Hochdruckverfahren ist beispielsweise der Buchdruck, bei dem die Druckelemente auf der Druckform herausragen. Auch Holz- und Linolschnitttechniken sind Hochdruckverfahren. Tiefdruckverfahren, bei denen die Druckelemente unterhalb der Druckformfläche liegen, basieren auf Metallplatten aus Kupfer, Messing oder Leichtmetall oder neueren Materialien aus Glas, Plexiglas oder Kunststoff. Die als Vertiefung in die Platte geritzten (Kupferstich) oder geätzten (Radierung, Strichätzung) Näpfchen füllen sich während des Druckvorgangs mit Farbe, die dann auf den Druckstoff aufgebracht wird. Heute wird der Tiefdruck vor allem für Massendrucksachen wie Zeitungen oder Tapeten eingesetzt.

Beim Flachdruck wird eine Oberfläche so behandelt, dass druckende Stellen lipophil und nicht-druckende Stellen hydrophil sind. Neben dem Offsetdruck ist auch die Lithographie ein typisches Flachdruckverfahren, das seinen Namen aufgrund der ursprünglichen Verwendung von Kalkstein erhielt. In der Druckindustrie wird vorwiegend der Flachdruck eingesetzt (ca. 70 % aller Druckvorgänge). Bei Durch- oder Siebdruckverfahren wird eine Schablone (der Durchdruck) aus beschichtetem Siebgewebe eingesetzt. Von diesem Sieb aus wird der Druckträger bedruckt. Aus den ersten Siebdruckpatenten ging später die Werbegraphik hervor, die vor allem Künstler wie Roy Lichtenstein oder Andy Warhol nutzten.

Neben diesen vier klassischen Druckverfahren wird heute auch oft noch der Digitaldruck genannt, der komplett digital abgewickelt wird. Zahlreiche weitere Druckverfahren (Tampondruck, Thermodruck, Thermoreliefdruck u.a.) werden für spezielle Anwendungen eingesetzt.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

MikroverkapselungLevel 145 min.

ChemieTechnische ChemieProduktionstechnik

Die Mikroverkapselung findet breite Anwendung bei zahlreichen industriellen Prozessen, z.B. in der Druckindustrie, der pharmazeutischen Industrie, der Biotechnologie oder der Agrarchemie. Viele mikroverkapselte Produkte sind zu Gebrauchsgegenständen des tägliches Lebens geworden, ohne dass man sich der faszinierenden Technik, die ihnen zugrunde liegt, bewusst ist. Diese Lerneinheit ist eine Einführung in die Herstellung von Mikrokapseln und ihre vielseitige Verwendung.