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DrehvermögenZoomA-Z

Fachgebiet - Stereochemie

Beim Durchgang linear polarisierten Lichtes durch bestimmte feste oder flüssige Stoffe (optisch aktive Stoffe) kann eine Drehung der Polarisationsebene des Lichtes beobachtet werden.

Der Winkel α, um den die Schwingungsebene des Lichtes beim Durchgang durch eine Schicht eines festen Stoffes mit der Dicke d gedreht wird, ergibt sich aus:

α=α0·d

Dabei ist α0 das spezifische Drehvermögen und entspricht dem Winkel, um den die Schwingungsebene durch eine Platte der Dicke d =1 mm gedreht wird. Die Größe des Drehwinkels ist wellenlängenabhängig.

Kristalle mit Drehvermögen sind z.B. Quarz, Zinnober oder einige reguläre Kristalle wie NaClO3.

Das spezifische Drehvermögen α0 einer Flüssigkeit oder eines in einer inaktiven Flüssigkeit gelösten drehenden Stoffes ist wie folgt definiert:

α0=100αd·q

wobei q die Anzahl Gramm des Stoffes in 100cm3 Lösung, d die Dicke der Flüssigkeitsschicht in Dezimetern und α der Drehwinkel in Grad ist. Bei Flüssigkeiten mit Drehvermögen (z.B. Zuckerlösungen) wird die Messung der Drehung der Schwingungsebene linear polarisierten Lichtes zur Bestimmung der Konzentration benutzt.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Polarisation von Licht - GrundlagenLevel 145 min.

PhysikOptikWellenoptik

In dieser Lerneinheit geht es darum, Polarisation als eine weitere für Lichtwellen charakteristische Eigenschaft kennen zu lernen. Eine Eigenschaft, die unserem Sehsinn nicht direkt zugänglich ist und dennoch zahlreiche technische Anwendungen findet. Hier werden zunächst die Grundlagen einer Polarisation von Licht besprochen.