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Johann Wolfgang DöbereinerZoomA-Z

Biographie

Geboren
13. Dezember 1780 in Bug (Bayern)
Gestorben
24. März 1849 in Jena

Nach einer Lehre als Apotheker eignete sich Döbereiner Kenntnisse in Chemie, Botanik und Mineralogie an.

Seinen Untersuchungen von praktischen chemischen Problemen folgte 1810 auf Vermittlung von Johann Wolfgang von Goethe eine außerordentliche Professur für Chemie, Pharmazie und Technologie an der Universität Jena von Herzog Carl August von Sachsen-Weimar.

Er diente als chemischer Berater des Herzogs Carl August und war beteiligt an dem Bau einer Schwefelsäurefabrik.

Um 1818 stellte er auf Anregung Goethes und des Herzogs Versuche zur Gaserzeugung für Beleuchtungszwecke an, bei denen er bemerkte, "dass Kohle und Wasser bei ihrer Wechselwirkung in hoher Temperatur das wohlfeilste und reinste Feuergas ergeben".

Er führte 1828 Schmelzversuche zur Herstellung von Cölestin-Barytglas durch und untersuchte Gärungsprozesse; seine wichtigsten und bekanntesten Entdeckungen machte er auf dem Gebiet der katalytischen Wirkung von Platinmetallen und in der Feststellung von Ähnlichkeiten der Eigenschaften der damals bekannten Elemente.

Durch die Entdeckung, dass durch Glühen von Platinsalmiak erhaltenes schwammförmiges Platin ein Gasgemisch von Wasserstoff und Sauerstoff bei normaler Temperatur entzündet, wurde das Döbereiner Feuerzeug entwickelt.

Er arbeitete weiter an der katalytischen Oxidation, sodass ihm 1832 die Oxidation von Schwefeldioxid zu Schwefeltrioxid gelang.

Ein weiterer Hauptverdienst von ihm war die Ausarbeitung der Triadenregel, die er bereits 1816 erkannte und in einem Artikel "Versuch zur Gruppierung der elementaren Stoffe nach ihrer Analogie" 1829 veröffentlichte.

Chronologie

1780Geboren am 13. Dezember in Bug (Bayern)
1794 - 1797 Apothekerlehre in Münchberg (Oberfranken)
1797 - 1802 Wanderjahre, die ihn nach Dillenburg, Karlsruhe und Strasburg führten
1802 - 1804erste Veröffentlichungen über die Verbesserung der Bleiweißgewinnung
1802 - 1810 Übernahme mehrerer Stellen in der Herstellung und dem Verkauf von pharmazeutischen Produkten und Handelschemikalien
1810 - 1819außerordentliche Professur für Chemie und Technologie an der Universität Jena; Titel eines Dr.phil.
1812Errichtung der ersten Stärkezuckerfabrik im Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach nach dem Prinzip des Stärkeaufschlusses mit Schwefelsäure
1812 - 1815 Arbeiten zur Herstellung von Farbstoffextrakten aus Pflanzen
1816 - 1817Arbeiten zur Wassergasherstellung aus Wasser und glühender Kohle
1828Weitere Arbeiten dienten Schmelzversuchen zur Herstellung von Cölestin-Barytglas mit neuen optischen Eigenschaften.
1819 - 1849Professor für Chemie an der Universität Jena
1829Veröffentlichung der Triadenregel im Artikel "Versuch zur Gruppierung der elementaren Stoffe nach ihrer Analogie"
1810 - 1849 Wegbereiter des chemischen Praktikums in Deutschland
1849Gestorben am 24. März in Jena