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Disulfid-BrückeZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Bezeichnung für eine Verbindung von zwei Schwefel-Atomen (S-S-Bindung), wodurch zwei Moleküle miteinander verknüpft werden. Die Disulfid-Brücke (Cystin-Brücke) ist in vielen Proteinen anzutreffen. Sie wird zwischen zwei räumlich benachbarten, in Polypeptidketten eingebundenen Cystein-Molekülen durch Dehydrierung gebildet. Die neue, dimere Aminosäure wird Cystin genannt. Die bei der Ausbildung einer Disulfid-Brückenbindung beteiligten funktionellen Gruppen werden auch Thiol-Gruppen genannt. Die Bildung einer solchen S-S-Bindung ist formal eine Oxidation (Abspaltung von Wasserstoff). Durch Reduktionsmittel lassen sich Disulfid-Brücken reversibel lösen.

R-SHHS-R'R-S-S-R'2[H]

Die Bildung von Disulfid-Brücken verursacht nicht nur Kettenverknüpfungen und -vernetzungen, sondern stabilisiert auch die dreidimensionale Proteinstruktur. Disulfid-Brücken der Proteine werden nach oder noch während der Translation gebildet.

Die Spaltung von Disulfid-Brücken kann sowohl oxidativ, z.B. durch Perameisensäure, als auch reduktiv, z.B. durch β-Mercaptoethanol erfolgen. Da das Cytosol von Zellen ein reduktives Milieu darstellt, weisen cytosolisch lokalisierte Proteine im Allgemeinen keine Disulfid-Brücken auf.

Siehe auch: Cystin

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

4.4 - Grippe - Neuraminidase - Aktives ZentrumLevel 490 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

In dieser Lerneinheit wird die Struktur des Enzyms Neuraminidase, eines der beiden Influenza-Oberflächen-Antigene, und seines aktiven Zentrums ausführlich behandelt. Außerdem werden die Wechselwirkungen zwischen der Influenza-Neuraminidase und ihrem natürlichen Substrat Sialinsäure detailliert beschrieben.

4.1 - 4.5 - Grippe (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Influenza. Sie enthält sowohl allgemeine Informationen zum Thema Grippe wie auch detaillerte Beschreibungen des Aufbaus von Influenza-Viren und deren Lebenszyklus. Außerdem wird die Struktur eines der beiden Influenza-Oberflächenantigene, das Protein Neuraminidase und dessen aktives Zentrum, ausführlich behandelt. Den Abschluss bildet die Erläuterung der Entwicklung eines antiviralen Grippemedikamentes, Zanamivir, das als Inhibitor der Neuraminidase den Lebenszyklus des Influenza-Virus empfindlich stört.