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DistributionZoomA-Z

Fachgebiet - Pharmazie

Unter Distribution (englisch für "Verteilung") versteht man in der Pharmakokinetik die Verteilung eines Arzneistoffes im Körper. Sobald der Wirkstoff in der Blutbahn zirkuliert, beginnt seine Verteilung in die unterschiedlichen Organe, Gewebe und Körperflüssigkeiten. Das Konzentrationsgefälle des Arzneistoffes in den verschiedenen Verteilungsräumen treibt den Transportvorgang an, der reversibel ist. Die Eigenschaften eines Arzneistoffes, darunter die chemischen Struktur, die Löslichkeit, das Bindungsverhalten an Plasmaproteine und physiologische Faktoren, wie die Durchblutung des Gewebes und die Durchlässigkeit von Membranen, beeinflussen die Verteilung. Beispielsweise umgibt die Hirnkapillaren eine für Arzneistoffe schwer durchdringbare Membran (Blut-Hirn-Schranke).

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Konzept der LeitstrukturLevel 260 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Die Suche nach neuen Wirkstoffen orientiert sich an den so genannten Leitstrukturen. Dieser Begriff bezeichnet den zwei- und dreidimensionalen Aufbau von Stoffen, die bereits einige der gewünschten Eigenschaften besitzen, aber andere vermissen lassen. Die meisten Leitstrukturen ergaben sich aus pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen und körpereigenen Naturstoffen wie z.B. Neurotransmittern und Hormonen, wobei nur wenige der Vorlagen selbst als Arzneien zum Einsatz kommen. Eine ständig anwachsende Gruppe von Leitstrukturen wurde jedoch auch aus synthetischen Substanzen entwickelt, die klassisch in Tierversuchen auf biologische Wirksamkeit getestet wurden. Heute steht hierzu ein vollautomatisiertes Screening in Zellkulturen sowie molekularen Testsystemen zur Verfügung (High-Troughput-Screening, HTS).