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DissoziationZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

Allgemeine Bezeichnung für die Spaltung von Molekülen oder Molekülkomplexen in kleinere Teilchen, z.B. kleinere elektroneutrale Moleküle, Atome oder Radikale (Homolyse) oder Ionen (Heterolyse). Prinzipiell lassen sich verschiedene Arten der Dissoziation unterscheiden:

  • die thermische Dissoziation (durch Wärmezufuhr)
  • die photochemische Dissoziation (durch Energiezufuhr in Form von Lichtquanten)

Nach der von Arrhenius 1884-1887 aufgestellten Theorie der elektrolytischen Dissoziation (Chemie-Nobelpreis 1903) zerfallen Säuren, Basen und Salze (Elektrolyte) in Wasser oder anderen geeigneten Lösungsmitteln, aber auch in Schmelzen ganz oder teilweise in positiv geladene Kationen und negative Anionen. Die Energie für diese Aufspaltung liefert der Prozess der Anlagerung von Lösungsmittel-Molekülen an die gebildeten Ionen (Solvatation). Die quantitative Beschreibung der Dissoziation erfolgt über die Dissoziationskonstante bzw. den Dissoziationsgrad.

HINWEIS: Für die Beschreibung des Reaktionsverhaltens von Säuren bzw. Basen in Wasser oder anderen Lösungsmitteln ist der häufig verwendete Begriff "Dissoziation" chemisch nicht ganz korrekt, da es hier nicht nur zu einer Aufspaltung der Verbindung in Ionen, sondern zu einer protolytischen (Säure-Base-)Reaktion mit dem Lösungsmittel kommt (Protolyse)!

Siehe auch: elektrolytische Dissoziation , Dissoziationsenergie , Arrhenius-Theorie

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Elektrolytische LeitfähigkeitLevel 130 min.

ChemiePhysikalische ChemieElektrochemie

Es wird die elektrische Leitfähigkeit einer Flüssigkeit behandelt.

Säuren und BasenLevel 190 min.

BiochemieChemische GrundlagenAllgemeine chemische Grundlagen

Einführende Lerneinheit zur Theorie der Säuren und Basen