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DischwefeldichloridZoomA-Z

Fachgebiet - Anorganische Chemie

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Abb.1
Abb.2
Abb.3

Dischwefeldichlorid, S2Cl2, auch Dichlordisulfan oder Chlorschwefel genannt ist eine orangegelb an der Luft rauchende Flüssigkeit. Sie riecht stechend und reizt die Schleimhäute.

T: Giftig
C: Ätzend
N: Umweltgefährlich

Akute Toxizität

Auf Metalle korrosiv wirkend, hautätzend, schwere Augenschädigung

Gewässergefährdend

Dischwefeldichlorid entsteht beim Überleiten von Chlor über geschmolzenen Schwefel.

S8+4Cl24S2Cl2ΔH = -58,2 kJmol-1

Dischwefeldichlorid ist in der Lage, Schwefel unter Kettenbildung SnCl2 (n = 3 bis 100) zu lösen. Dies ist von technischer Bedeutung zum Vulkanisieren von Kautschuk. Da sich Dischwefeldichlorid wie gelöstes Chlor verhält und mit vielen organischen Verbindungen Sulfid-Bindungen bildet, wird es als Chlorierungs- und Sulfidierungsmittel eingesetzt. Weitere Verwendung findet Dischwefeldichlorid bei der Herstellung von z.B. Hochdruckschmiermitteln, organischen Schwefel-Verbindungen, Schwefeldichlorid und Thionylchlorid, Pharmazeutika, Pflanzenschutzmitteln und Farbstoffen. Weil Dischwefeldichlorid Ausgangsstoff für chemische Kampfstoffe ist, steht es unter Ausfuhrkontrolle.

Siehe auch: Dischwefeldifluorid , Schwefeldichlorid , Schwefeltetrafluorid , Schwefelhexafluorid