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Dieder und DiedersymmetrieZoomA-Z

Fachgebiet - Theoretische Chemie, Stereochemie

Ein Dieder bezeichnet ursprünglich ein regelmäßiges n-Eck, das - als "Körper" aufgefasst - von zwei ebenen Flächenstücken begrenzt wird ("Di-eder").

Die am Dieder möglichen Drehsymmetrieoperationen bilden mit der Hintereinanderausführung eine Gruppe, die Diedergruppe. Diese Drehsymmetriegruppe entspricht der Gruppe der Drehsymmetrieoperationen einer symmetrischen Doppelpyramide mit dem regelmäßigen n-Eck als Grundfläche. Man spricht daher auch in diesem Zusammenhang von Diedersymmetrie.

Verallgemeinernd wird in der Molekülsymmetrie die Kombination einer n-zähligen Symmetrieachse Cn mit n dazu senkrechten zweizähligen Symmetrieachsen C2 als Diederdrehsymmetrie bezeichnet, da die Drehsymmetrieoperationen der molekularen Strukturen mit den geometrischen Diederdrehsymmetrieoperatioen übereinstimmen. In der Molekülsymmetrie treten sowohl ursprüngliche Diederstrukturen auf (z.B. das planare Benzolmolekül in 6-Eck-Form) als auch räumliche Diederstrukturen. Die räumlichen Moleküle weisen z. T. die Form symmetrischer Doppelpyramiden auf, die Mehrzahl der Moleküle mit Diederdrehsymmetrie besitzt jedoch wenig Ähnlichkeit mit symmetrischen Doppelpyramiden (z.B. das Allenmolekül).

Siehe auch: Symmetrieoperation , Hintereinanderausführung von Symmetrieoperationen , Operation