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DesensibilisierungZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Pharmazie

Die Desensibilisierung gegenüber einem physikalischen oder chemischen Reiz bezeichnet den Effekt, dass eine Zielzelle immer stärkeren Reizen bzw. immer höheren Dosen des reizauslösenden Stoffes ausgesetzt werden muss, um eine entsprechende Reaktion auszulösen. Verallgemeinernd spricht man davon, dass die Zelle unempfindlicher für den Reiz wird. Die molekularen Mechanismen der Desensibilisierung sind je nach Reiz und Zielzelle sehr unterschiedlich und zum Teil noch nicht aufgeklärt. Im Gegensatz zur Resistenzentwicklung bei Bakterien wird die Desensibilisierung durch ein komplexes neuro-endokrines Netzwerk geregelt, über das nur höhere Lebewesen verfügen.

Fachgebiet - Immunologie

Im Rahmen der Allergiebehandlung wird die Desensibilisierung, auch Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) genannt, eingesetzt, um die Toleranz eines Patienten gegenüber Allergenen zu erhöhen. Hierzu werden den Allergikern allmählich gesteigerte Dosen des Allergens unter die Haut gespritzt (subkutane Hyposensibilisierung). Durch Bildung blockierender IgG-Antikörper soll die Bildung der allergierelevanten IgE-Antikörper unterdrückt werden. Der Erfolg der bis zu drei Jahre dauernden Therapie ist von der konsequenten Durchführung, dem Allergietyp und der "allergenen Karriere" des Patienten abhängig. Die größten Erfolge mit über 90 % werden bei der Behandlung von Insektengiftallergien erreicht. Neuere Varianten der SIT sind intensive Kurzzeitbehandlungen und die subliguale Immuntherapie (SLIT) mit Tablette.

Siehe auch: Allergie

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

2.1 - 2.5 - Aspirin (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Die Abschnitte dieser Lerneinheit beschreiben die historischen Zusammenhänge und die Entdeckung des Aspirins durch Felix Hoffmann, sowie die im Laufe des 20. Jahrhunderts neu entdeckten Indikationsgebiete für Aspirin. Nach einer ausführlichen Behandlung der biochemischen Grundlagen der Aspirin-Wirkung durch Hemmung der Cyclooxygenase im Arachidonsäure-Stoffwechsel folgen eine Erläuterung der medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und der Aspirin-Wirkung. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Kapitel, in dem die Struktur der Cyclooxygenase und die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase beschrieben werden.

2.3 - Aspirin - KrankheitenLevel 260 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit erläutert die medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und Prostaglandinen und somit der Aspirin-Wirkung (Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese).