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DampfdruckerniedrigungZoomA-Z

Fachgebiet - Thermodynamik

Löst man eine nichtflüchtige Substanz in einem flüchtigen Lösungsmittel, so sinkt nach dem Raoult'schen Gesetz (Raoult'sches Gesetz ) der Dampfdruck. Dieser Vorgang wird als Dampfdruckerniedrigung bezeichnet:

Δp=p1x2Δp=Dampfdruckerniedrigungp1=Dampfdruck des reinen Lösungsmittelsx2=Stoffmengenanteil (Molenbruch) des Gelösten in der Lösung

Physikalisch lässt sich dieser Effekt wie folgt vereinfacht erklären: Löst man z.B. Natriumchlorid in Wasser, so verteilt sich das gelöste Salz gleichmäßig darin. Dabei werden an der Oberfläche einige Wassermoleküle verdrängt und durch Salzmoleküle ersetzt. Bei gleicher Temperatur können nun weniger Wassermoleküle verdampfen. Die Kondensation bereits verdampfter Wassermoleküle hingegen wird nicht behindert. Konsequenz: Bei gleicher Temperatur stellt sicht ein niedrigerer Sättigungsdampfdruck ein.

Siehe auch: Siedepunktserhöhung , Gefrierpunktserniedrigung

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Binäre Gas/Flüssigkeitsgleichgewichte - Raoult-FallLevel 130 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Wir betrachten in diesem Kapitel binäre Systeme, in denen Gleichgewicht zwischen einer flüssigen und gasförmigen Phase besteht. Zielgröße ist der Dampfdruck eines Lösemittels in Abhängigkeit von der Konzentration eines wenig flüchtigen gelösten Stoffes.