zum Directory-modus

Curtin-Hammett-PrinzipZoomA-Z

Fachgebiet - Stereochemie, Physikalische Chemie

Zwei Konformere A und B eines Eduktes mögen im Gleichgewicht miteinander stehen und sich wesentlich schneller ineinander umwandeln als zu den Produkten PA bzw. PB reagieren:

Abb.1

Das Curtin-Hammett-Prinzip besagt, dass die Lage des Gleichgewichtes zwischen den Konformeren des Eduktes cA/cB nicht die Produktzusammensetzung cPA/cPB bestimmt. Entscheidend für die Produktzusammensetzung ist die Differenz der freien Enthalpien der beiden Übergangszustände der Reaktionen APA und BPB. (Das darf nicht mit der Differenz der beiden freien Aktivierungsenthalpien verwechselt werden!)

Abb.2

ΔGA/B - Differenz der freien Enthalpien der Konformere (nicht reaktivitätsbestimmend)

ΔGA#/B# - Differenz der freien Enthalpien der Übergangszustände (reaktivitätsbestimmend)

ΔGA#, ΔGB# - freie Aktivierungsenthalpien der Reaktionen APA und BPB.

Das Curtin-Hammett-Prinzip ist die Grundlage, um zu verstehen, dass ein Konformer, das nur in geringer Konzentration vorliegt (hier B) produktbestimmend sein kann, wenn es zum Übergangszustand mit der geringsten freien Enthalpie führt.