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Dorothy Crowfoot-HodgkinZoomA-Z

Biographie

Geboren
12. Mai 1910 in Kairo (Egypt)
Gestorben
30. Juli 1994 in Warwickshire (England)

Schon als Kind war Dorothy Crowfoot von Kristallen fasziniert. Zunächst befasste sie sich mit Glas und Scherben, dann mit anorganischen Kristallen und in ihrer Doktorarbeit schließlich mit einem Enzym. Dabei gelang ihr die erste Röntgenbeugung an einem Protein. Aufbauend auf diesen Erfolg blieb sie für den Rest ihrer wissenschaftlichen Laufbahn in Cambridge, wo man für sie ein eigenes Institut einrichtete. Sie musste viele Jahre gegen die etablierten Chemiker ankämpfen. Nachdem sich aber ihre Analysen zunehmend als richtig herausstellten, wich die Skepsis weltweiter Anerkennung. Sie wurde mit dem Nobelpreis für Chemie für die Strukturbestimmung biologisch wichtiger Substanzen durch Röntgenstrahlen ausgezeichnet. Unter den Substanzen ist das Penicillin. Hier konnte die Strukturanalyse über alle anderen Analysenmethoden brillieren, weil heftigen Kontroversen so der Boden entzogen wurde. Dazu gehören auch die Arbeiten über das Cholesterol, Vitamin D und Vitamin B12, die allein acht Jahre benötigte. 1969 gelang ihr die Strukturaufklärung von Insulin.

Ähnlich wie Linus Pauling war D.C.-H. eine beherzte Kämpferin für den Frieden. Ihre bekannteste Chemie-Schülerin wurde später englische Premierministerin: Margaret Thatcher.

Chronologie

1910Geboren am 12. Mai in Kairo (Egypt)
1928 - 1932Chemiestudium in Oxford (England)
1932 - 1934Promotion in Chemie bei J.D. Bernal in Cambridge (England)
1934wissenschaftliche Mitarbeiterin in Oxford
1938Geburt des ersten von drei Kindern
1946Lecturer in Oxford
1956University Reader in Oxford
1960Professorin in Oxford
1964Chemie-Nobelpreis
1994Gestorben am 30. Juli in Warwickshire (England)