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CollagenZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Collagen ist ein helicales Faserprotein, das den Hauptbestandteil des Bindegewebes ausmacht und in der Haut, den Knochen, Sehnen und Knorpeln sowie im Dentin vorkommt. Dieses Faserprotein ist aus drei umeinander gewundenen, linksgängigen Collagen-Helices aufgebaut (Tripelhelix oder Tropokollagen), die sich durch einen hohe Gehalte an Glycin, L-Prolin und 4-Hydroxy-L-prolin auszeichnen. Die Festigkeit der Fasern wird durch Quervernetzungen zwischen den Peptidketten verursacht, die hauptsächlich mit Hilfe der Amino-Gruppen von L-Lysin-Seitenketten gebildet werden. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Quervernetzungen im Collagen, was zu einer erhöhten Brüchigkeit des Bindegewebes führt. Durch Erhitzen auf über 65 °C brechen diese Vernetzungsbrücken teilweise auf und aus dem schwerlöslichen Collagen (griechisch kolla "Leim", gennan "erzeugen") entsteht wasserlösliche Gelatine und später Leim.

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Abb.1
Collagen-Strang aus drei Ketten

gelb: Prolin, magenta: Glycin; PDB-Code: 1CLG

Siehe auch: Gelatine , Lysinonorleucin

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

StrukturproteineLevel 260 min.

BiochemieProteinbiosyntheseProteine

Wie sind Strukturproteine aufgebaut? Und was hat der Aufbau mit ihrer Funktion zu tun?