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CoffeinZoomA-Z

Fachgebiet - Pharmazie

Das pflanzliche Alkaloid Coffein gehört zu den Purinen und kommt, an Chlorogensäure gebunden, in Kaffeebohnen (0,8-2,5 %), in Kakao-Kernen (ca. 0,2 %), in schwarzen getrockneten Teeblättern (bis 5 %, auch als Thein bezeichnet), in der Cola-Nuss (etwa 1,5 %) und in Guarana-Paste (bis 6,5 %) vor.

Coffein blockiert die Adenosin-Rezeptoren und gehört zu den Psychostimulantien. Coffein regt die Herztätigkeit, den Stoffwechsel und die Atmung an. Unter Einfluss von mäßigen Mengen Coffein verengen sich die Blutgefäße, der Blutdruck kann leicht ansteigen, das Wahrnehmen sensorischer Reize verbessert sich, die Reaktionszeit kann sich verkürzen und der Schlaf beeinträchtigt werden. Hohe Coffein-Dosierungen führen zum Zittern der Hände und Druck in der Herzgegend. Die Halbwertzeit von Coffein im Organismus liegt bei 3-5 Stunden. In der Leber wird Coffein zu den Hauptmetaboliten Paraxanthin, Theobromin und Theophyllin abgebaut. Die letale Dosis für den Menschen liegt zwischen 5 und 30 g Coffein.

Abb.1
Strukturformel der Methylxanthine
Abb.2
Strukturformel von Chlorogensäure

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

1 - Einleitung zur Themenreise WirkstoffeLevel 245 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit gibt eine allgemeine Einführung in die Thematik der Wirkstoffsuche, von der Historie bis zur Moderne. Sie beschäftigt sich mit der historischen Fortentwicklung der Wirkstoffsuche, von der Volksmedizin über die Identifizierung von Leitstrukturen bis zur gezielten Konstruktion von Wirkstoffen am Computer. Außerdem werden Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, bakterielle und virale Infektionskrankheiten als wichtige Indikationsgebiete der modernen Wirkstoff-Forschung einführend beschrieben.

Psychoneuroaktive Inhaltsstoffe der SchokoladeLevel 130 min.

BiochemieSignal- und StofftransportNeurotransmission

Macht Schokolade süchtig? Diese einführende Lerneinheit geht dieser Frage nach, stellt die psychoneuroaktiven Inhaltsstoffe der Schokolade vor und beschreibt ihre grundlegenden Wirkungen auf den Menschen. Ergänzt wird der Exkurs durch historische Informationen und eine Abschätzung der ernährungsphysiologischen Bedeutung der Schokolade.