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CholeraZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin, Mikrobiologie

Cholera ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch Vibrio cholerae verursacht wird. Vibrio cholerae produziert ein Enterotoxin (Cholera-Toxin), das innerhalb von 2-3 Tagen nach der Ansteckung zu schweren Durchfällen und Erbrechen führt. Die Betroffenen verlieren in kurzer Zeit sehr viel Wasser (Exsikkose). Das Cholera-Toxin besteht aus fünf identischen B-Untereinheiten und eine A-Untereinheit. Während die fünf B-Untereinheiten an das Gangliosid GM1 der Plasmamembran binden und eine Pore bilden, hemmt die B-Untereinheit die GTPase-Aktivität von G-Proteinen und unterbindet die zelluläre Signalkaskade.

Cholera-Infektionen sind ein enormes Problem in Regionen, in denen Fäkalienbeseitigung und Trinkwassergewinnung nicht getrennt werden können - sei es, weil die Menschen zu arm sind oder weil Umweltkatastrophen die hygienischen Bedingungen drastisch verschlechtern, wie z.B. nach Flutkatastrophen oder Erdbeben. Auch Fische, Meeresfrüchte oder Gemüse können mit dem Cholera-Erreger infiziert sein. Bei der Behandlung wird vor allem zunächst der Flüssigkeits- und Elektrolytverlust (möglichst intravenös) ausgeglichen und dann ein Antibiotikum verabreicht.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Hydrophobe membraninteragierende bakterielle BiotoxineLevel 345 min.

ChemieToxikologieToxine

Einteilung und Wirkungsmechanismus bakterieller Exotoxine mit hydrophober Sequenz. Wichtigste Beispiele und ihre Wirkungsmechanismen (Colicine, Diphtherie, Botulinus, Tetanus, Cholera); 3D-Animation des intrazellulären Wirkungsmechanismus des Diphtherie-Toxins.