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CentromerZoomA-Z

Fachgebiet - Zellbiologie, Genetik

Centromere sind nicht stark konservierte DNA-Sequenzbereiche der Chromosomen, an denen sich die mitotischen oder meiotischen Spindeln anheften (Kinetochor-Bildung). Sie teilen die Chromosomen in zwei zumeist unterschiedlich lange Arme, die auch als p- und q-Arme bezeichnet werden (sprachliche Herkunft: griech. γεντρον/kentron "die Mitte, der Mittelpunkt"; μεροσ/meros "das Teil"). Die beiden Chromatiden so genannter Zwei-Chromatiden-Chromosomen sitzen an diesen Sequenzabschnitten.

Die Funktion dieser DNA-Regionen besteht darin, für eine korrekte Paarung homologer Chromosomen zu sorgen. Ferner sind sie in die Kontrolle der Genexpression eingebunden. Fehlerhafte Centromer-Funktion kann zu falschen Anordnungen und Trennungen der Chromosomen führen, was wiederum Aneuploidien (Abweichungen vom "normalen" Chromosomensatz), wie z.B. die Trisomie 21 oder die Monosomie 21, nach sich ziehen kann.

Siehe auch: Chromosomen , Chromatid , Kinetochor

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

DNA-StrukturenLevel 290 min.

BiochemieProteinbiosyntheseDNA

Grundlagen und Besonderheiten der DNA-Struktur